Schwarze Sonne: Mythologische Hintergründe des Nationalsozialismus

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Essayistischer Dokumentarfilm über die Beziehung von Mythos und Herrschaft, Esoterik und Macht im „Dritten Reich“

Bei der Betrachtung der Rituale, Symbole und Kultarchitektur des „Dritten Reiches“ ahnt jeder, daß es eine mythologische Dimension hinter der NaziIdeologie gab, die aber viel tiefer reicht, als der erste Blick erkennen läßt.
Der Film „Schwarze Sonne“ beleuchtet den Einfluß von esoterischen Weltbildern und Mythen auf die Ideologie des „Dritten Reiches“.

Bereits um 1900 entstanden in Deutschland und Österreich zahlreiche okkulte und neogermanische Gruppen, die aufgrund von mißverstandenen Legenden und Symbolen die Dominanz der „arischen Rasse“ behaupteten. Etliche NS-Führer fanden darin zusätzliche Bestätigungen für ihr Weltbild, so etwa Rudolf Heß, Alfred Rosenberg, Hans Frank oder Heinrich Himmler.

Vor allem die Wahnvorstellung einer „arischen Herrenrasse“ hätte nicht ohne den Einfluß bestimmter okkulter Ideen und mythologischer Konstrukte entstehen können, die bereits am Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland und Österreich weit verbreitet waren.
Bizarre Phantasien einer „arischen Urheimat“ auf versunkenen Kontinenten wie „Thule“ und „Atlantis“ oder die Deutung der Runen als älteste Schrift der Welt führten zu einem Überlegenheitsgefühl, dessen Folgen wir alle kennen.
Vor allem Heinrich Himmler, der Chef der SS, war an solchen mystischen Spekulationen interessiert und gründete 1935 die SS-Stiftung „Deutsches Ahnenerbe“ für prähistorische und mythologische Forschungsvorhaben.

Mittels Rhetorik, Sakralarchitektur und spektakulären Masseninszenierungen wurden solche pseudoreligiösen Inhalte auch ins Unterbewußtsein der Massen versenkt. Dazu gehörten Lichterdome, Fackelmärsche, Sonnenwendfeuer und die Glorifizierung der Germanen in Kulturfilmen, Schulunterricht und Wissenschaft.
Die Wewelsburg bei Paderborn wurde zur SS-Ordensburg ernannt und enthielt zwei Kulträume zur Vertiefung der eigenen „Mission“. Sympathisanten rechter und okkulter Kreise pilgern bis heute dorthin und erkoren sich das Bodenornament des „Obergruppenführersaales“ als „Schwarze Sonne“ zum Leitsymbol: eine willkürliche Benennung, die gleichwohl Wirkung zeigt und inzwischen zahlreiche Internetseiten, Broschüren, Flaggen und CD-Cover der rechten Szene schmückt.

Der Film „Schwarze Sonne“ folgt diesen Spuren und versucht, mit Hilfe von z.T. bisher unveröffentlichten Dokumenten diese noch weitgehend unbekannte Dimension der NS-Ideologie freizulegen. Dabei werden auch „Kultstätten“ besucht, die in diesem Zusammenhang von Bedeutung waren und heute wieder zunehmend von rechten und neu-heidnischen Gruppen aufgesucht werden.

Quellen:
⇲ Rüdiger Sünner und ⇲ Artechock

weitere Filme von ⇲ Rüdiger Sünner:
➠ Zeige deine Wunde – Kunst und Spiritualität bei Joseph Beuys
➠ Mystik und Widerstand – Zur Erinnerung an Dorothee Sölle
➠ Das kreative Universum – Naturwissenschaft und Spiritualität im Dialog.
➠ Geheimes Deutschland – Eine Reise zur Spiritualität der Frühromantik Atalante
➠ The tree of life. Auf den Spuren von Dag Hammarskjöld in Lappland
➠ Die Legende vom Nil – Auf den Spuren von Paul Klee in Ägypten
➠ Ultima Thule
➠ Der Nachlass

zu sehen auf auf:
⇲ YouTube-Kanal Rüdiger Sünner
auf ⇲ AbsolutMedien

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