Allgemein

Rassismus & Verschwörungswahn im Namen des Herrn!

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Die Freie Nazarethkirche e.V. Gemeinde Berlin unter Leitung von Pastor Johannes W. Matutis

Über Recherchen zur ⇲ Boston Church of Christ war ich auf einen⇲ alten Artikel (1997) der Berliner Zeitung gestoßen, der sich – für damalige Zeiten – doch sehr intensiv mit dieser Bewegung rund um die Neue Nazarethkirche in Berlin auseinander setzte.

Und wie das so ist, man schaut sich im Netz die Seiten zur Neuen und Alten ⇲ Nazarethkirche an und weil ich am Berliner Artikel festhalten wollte, begutachtete ich schließlich noch die Seite der Freien Nazarethkirche (jetzt in Berlin – Reinickendorf); gehört sie schließlich zur ⇲ Freikirche der Pfingstbewegung.
Ich war erst einmal sehr positiv erstaunt von der ⇲ Gemeindegeschichte dieser Seite, z.B.:

Betreuung ehemaliger DDR-Bürger, Hilfsgüter in Kriegsgebiete, schmuggeln von christlicher Literatur in den Ostblock und das Einsetzen für verfolgter Christen dort. Bewahrung einer moslemischen Frau in Nigerien vor der Steinigung. Soziale Betreuung.

Klingt alles sehr human, um nicht zu schreiben, christlich. Oder?
Und da habe ich mich doch gefragt, wer dieser tolle Pastor Johannes W. Matutis wohl ist, der solch „Referenz“ auf seiner Seite führt.
Und der Stein kam ins Rollen…

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Offener Rassismus, Endzeitlosungen, Hetze und Verschwörungstheorien

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Nachdem mich bei seiner Namenssuche erst einmal zig Seiten rund um Chemtrails, verschwörungsideologische und rechte Blogs, Impfgegner und sonstige, unseriöse Seiten mit einer ⇲ Kettenemail (aus 2009) von Matutis vollknallten, fand ich dann doch noch ⇲ zu einer Seite, die diese Thematik etwas seriöser zu Worte gab.
Ich war schon kurz davor, aufzugeben und Matitut´s Kettenemail als Verschwörung dieser Quellen selbst anzusehen.

Confessio, die scheinbar einzig seriöse Quelle hierzu
Die Homepage ⇲ Confessio, ein Angebot des Evangelischen Bundes Sachsen und des Beauftragten für Weltanschauungs- und Sektenfragen der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, berichtet über: „End-Zeit-Vision – Falsche Prophetie zur Schweinegrippe inspiriert Verschwörungstheoretiker und Esoteriker“, kann aber leider auch die Ursprungsquelle von Matitus nicht nennen.
Was hat es also mit dieser ominösen Email auf sich, die sich im ganzen Internet wie ein Lauffeuer verbreitet hat?

Dank Internet-Archiv konnte ich diese ⇲ aber noch finden. Und die archivierte PDF-Datei von ihm gibt es dazu ⇲ hier.
Diese und andere solcher Schriften wurden mittlerweile von der Homepage der ⇲ extrem pfingstlerischen Freien Nazarethkirche gelöscht.

Und da wir zum Glück im Zeitalter des Social Media leben, machte ich mich natürlich auf Spurensuche, gleich zwei Profile [1] [2] sind bei Facebook über Matitus zu finden, der Inhalt war dann doch sehr abstoßend und im totalen Gegensatz, wie seine Gemeindegeschichte es auf seiner Seite kund tut:

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-- Facebook Johannes Matutis (Archivlink) --

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Es werden weiterhin folgende Beiträge geteilt: von Eva Hermann:
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-- Facebook Johannes Matutis (Archivlink) --

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… dem rechten Theologen David Berger:
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-- Facebook Johannes Matutis (Archivlink) --

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Udo Ulfkotte (Kopp-Verlag):
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-- Facebook Johannes Matutis (Archivlink) --

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Der Honigmann:
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-- Facebook Johannes Matutis (Archivlink) --

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… oder Kath.net:
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-- Facebook Johannes Matutis (Archivlink) --

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… die Deutschen Wirtschaftsnachrichten:
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-- Facebook Johannes Matutis (Archivlink) --

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und auch die EpochTimes:
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-- Facebook Johannes Matutis (Archivlink) --

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Endzeitstimmung
Wer sich die Mühe machen will, kann seine Reden ⇲ auf der Homepage von Freie Nazarethkirche e.V. verfolgen.
Sie sind gekennzeichnet von immer wiederkehreren Endzeitstimmungen, die dort von ihm verlautbart werden. Dafür braucht es die Ängste seiner Gemeinde.
Das Ganze wird garniert mit Hasstiraden, fremdenfeindlicher Hetze, dem verbreiten von Verschwörungstheorien – auch auf dem öffentlichen Facebook-Profil und dem vorsätzlichen schüren von Angst.

Man erfährt, das Udo Ulfkotte in der Freien Nazarethkirche ein gern gesehener Gast bei einer Büchervorlesung war und Pastor Matitus raunt an, das ⇲ Ulfkottes Tod ein „zur Seite geschafftes“ Ableben war.
Weiterhin: „Flüchtlinge sollen in ihrem Land bleiben und das Gott keinen Gefallen an diesen hat, da auf ihnen kein Segen liegt“. Oder so:

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-- Bildmontage aus Kommentaren von Johannes W. Matutis auf FB --

Wie das in ganzer Länge ausschaut & nicht aus dem Zusammehang gerissen; kann ⇲ hier nachgelesen werden, der andere Shot ist die ⇲ Aussage zu Udo Ulfkottes Anwesenheit in der Nazarethkirche von Pastor Johannes W. Matutis.

Seine Anhänger sind überwiegend dem rechtsoffenen bis hin zum rechten Spektrum zuzuordnen. Menschen, die seine Schriften im Internet verteilen und dafür werben, folgen ⇲ überwiegend auch diesen Ideologien. Da braucht man sich nur mal durch die Kommentare von Pastor Matitus lesen, es ist kein Einzelfall!
Pastor Matitus predigt Politik. Fremdenfeindliche Politik statt Religion/Glauben.

Was in dieser Kirche in Berlin-Wedding bzw. Reinickendorf also gepredigt wird, ist alles andere als Nächstenliebe sondern das schüren von Hass, Rassismus, dem verbreiten von Verschwörungsideologien und Treffpunkt ebendieser Leute.
Das sollte nicht unterschätzt werden!

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-- Like-Angaben auf VK eines Fans der Freien Nazarehtkirche --

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Wunderheiler Billy B. Smith
Weiterhin erfährt man über die Recherchen, das Billy Smith (Wunderheiler und „Pastor“ ⇲ Dauergast in der Pfingskirche von Matitus ist.
Über Smith hat auch schon ⇲ relinfo.ch sowie der ⇲ Berliner Kurier berichtet. Der Text von realinfo ist hierbei wärmstens zu empfehlen!

Nur ein Auszug aus realinfo:

Billy Smith sei seit 25 Jahren Missionar und zieht um die Welt, in 40 Ländern und 50 Bibelschulen habe er das Evangelium verkündet.
Auch bei Smith wird die Welt in Glaube und Unglaube, Gut und Böse, Gott und Teufel eingeteilt. Es geht jedoch aus der Homepage nicht hervor, in wessen Auftrag er herumreist.
Verkrüppelte, Blinde, gehörlose Menschen „haben Wunder erlebt“, Krebs- und AIDS-Kranke seien geheilt worden.
Vorbild für diese begeisterten Beschreibungen sind die Heilungswunder Jesu und das endzeitliche Wirken des Messias. „Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören. Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt“ (Matth. 11,5). Die Kraft Jesu soll heute wirken und zum Zuge kommen.
Auf Bibeltexte oder-sprüche wird nur wenig oder kein Bezug genommen, beschwörende Hinweise auf Gott und Jesus sowie die Benutzung (!) der Heiligen Geistes müssen genügen.

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Ganz ehrlich?
Da geh ich lieber Pizza essen!

Mahlzeit!

Lea Frings & die Piratenpartei im Netzwerk der Sekte Thelema

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ABGRÜNDE IN DER PIRATEN-PARTEI

Satan Is Always Happy
Prangt es seit kurzem neben: „Boss of Nidhöggr“, „Official host of Armageddon“, Sprüchen von ⇲ LaVey (Gründer von ⇲ Church of Satan, woran sich auch Thelema anknüpft) auf der ⇲ Facebook-Seite von Lea Frings. Und nicht nur das.

Auf der Plattform von MySpace gibt es ein ⇲ offizielles Netzwerk, welches von (bekannten) Protagonisten der ⇲ „äußeren Kreise“, aber auch vom innersten (0) von Thelema verwaltet wird. So gesehen ist es keine Gruppe, sondern Thelema Society wurde als Person bei MySpace „angelegt“ und Freunde hinzugefügt.
Frings steht bei MySpace unter: „⇲ Connections/in“, d.h. sie hat sich selber diesem Kontakt hinzugefügt. Die Sekte Thelema hat Frings im Netzwerk bestätigt („Connections/out“).
Nur: wann; das war, lässt sich leider nicht mehr sagen. Fakt ist, das Thelema Society seit Anfang 2013 auf MySpace vertreten ist. Das ⇲ Profil von Fetischiska aka Lea Frings ist auf MySpace geschützt bzw. auf privat gestellt.

Dort trifft alles zusammen, was in gewisser Weise seit Jahren die Vernetzung fördert und mit Veranstaltungen neue Leute sucht. Ob in Berlin oder in Bergen/Dumme.
Darüber wird es in späterer Zeit einen extra Bericht geben, den ich eigentlich an dieser Stelle schon geschrieben haben wollte; hätte ich nicht: ⇲ Lea Frings und die ⇲ Piratenpartei Deutschland dort entdeckt:

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Ob es sich hier im Fall Frings nur um eine reine Selbstdarstellung handelt oder ernsthafte Hintergründe dahinter stecken, bleibt offen.
Letztendlich lässt sich und vor allem wenn man angibt „Journalistin“ zu sein; dieses Thema schnell recherchieren. Von Unwissenheit kann daher also keine Rede sein.
Es gibt unzählige Menschen aus der Schwarzen Szene, die sich für Thelema, Okkultismus etc. interessieren – dies aber mit Abstand betrachten und auch keinem Netzwerk bekannter Thelemiten der einstigen Michael D. Eschner Sekte beitreten.

Über dieses ⇲ MySpace-Netzwerk gibt es reale Treffen in Form von u.a. ⇲ Yoga-Veranstaltungen in Berlin oder auch die ⇲ Sommerfeste in Bergen/Dumme; von genau diesen Leuten, die in diesem MySpace-Netzwerk gelistet sind; worüber ich, wie schon oben angedeutet, eigentlich etwas schreiben wollte und ein Artikel dazu bald folgt.
Über Thelema komme ich ansonsten ganz unten noch einmal etwas zusammen gefasst!

Aber erst mal zu Lea Frings mit ein paar Dingen, die noch nirgendwo geschrieben stehen. Und, ein kleiner Rückblick, so gesehen!

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Lea Frings & die Querfront

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-- Lea Frings & Ken Jebsen, Quelle: Blog Preislbauer --

Ein jeder kennt sie. Ob als ⇲ ehemaliges DIE LINKE Mitglied, als ⇲ Rednerin von den Mahnwachen für den Frieden, aus dem ⇲ Bereich Esoterik/Veganismus, als ⇲ Yoga-Lehrerin, als quasi selbsternannte und ⇲ ehemalige „Journalistin“ des pro-russischen Propagandasenders RT Deutsch und jetzt mit Listenplatz 20 neben ⇲ Bruno Kramm bei der Piraten-Partei in Berlin aktiv.
Marsili Cronberg – ihr Lebensgefährte – ist ständiger Vertreter auf dem ⇲ Watch-Blog von Indyvegan. Und auch zwei Beiträge über Lea Frings sind dort zu finden. Ein durchaus stimmiges Paar, könnte man meinen:


-- Lea Frings & Marsili Cronberg auf der bundesweiten Mahnwache --

Von den Mahnwachen „distanzierten“ sich einst ⇲ Frings & Cronberg nach vieler Kritik, ebenso wie vom Sender RT-Deutsch. Wirklich, weil Frings angeblich „ausgestiegen“ ist?
Lea Frings und ihr Freund Marsili Cronberg sind im Bereich der Querfront zugegen (gewesen). Ob ehemals bei den Mahnwachen & weiteren Querfront-Veranstaltungen (z.B. ⇲ Bildboykott Berlin mit Bruno Kramm etc.) oder im Bereich Esoterik/Veganismus/Tierrecht zu verorten.
Hier hätte man ⇲ alles andere vermuten können, aber eben nicht unbedingt die ⇲ Sekte Thelema.

Wie ist das eigentlich mit der Piraten-Partei vertretbar? Auch, das die Piratenpartei Deutschland in diesem Netzwerk verankert ist? Vermutlich ist es hinzunehmen, gibt es doch schon so viele Versumpfungen hinsichtlich dieser Partei, richtig?…

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Fetischiska & die Schwarze Szene

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-- Auszug ihrer Referenz auf Model Mayhem --

Man könnte meinen, „Fetischiska“ ist ihr Künstlername, der aber bisher in keiner Biografie bei Presseerzeugnissen auftauchte. Aber hier: wird dieser Name und bezugnehmend zum Thema: interessant! So wird die Verbindung zur okkult-satanistischen Sekte Thelema doch etwas „verständlicher“.

„Lea Frings + Fetischiska“ ist weder in der Bildersuche, noch über Google zu finden. Hätte sie sich im Netzwerk der Thelema-Sekte nicht mit ihren Profilbild ausgegeben, hätte ich sie mit ihren drei tätowierten Punkten vermutlich nie erkannt & gefunden sowie alles weitere.

Lea Frings war vor der ⇲ Yoga-Lehrerin als: Yoga Sattva in Köln auch Gogo-Tänzerin mit eigenen Fetisch-Performances, u.a. auch ⇲ Tänzerin für die ⇲ Gruppe TH Industry beim Wave Gotik-Treffen in Leipzig zugegen.
Ihre Laufbahn als Tänzerin scheint allerdings nicht ganz so auf eine freudige Fangemeinde gestoßen zu haben, auch wenn Frings aka Fetischiska in diversen Foren für dieses Video „Scream“ von TH Industry ganz stolz geworben hat. Es ist dieses hier:

Ein Konzertbericht eines Users (Auszug):

Der Auftritt dieser, mir bis dato noch völlig unbekannten, Band (TH Industry) wäre alles in allem auch eine nette Weiterführung des bisherigen Programms gewesen, wenn…
…ja wenn nicht dummerweise die Schwerpunkte ungleich verteilt gewesen wären: Während sich die Band im dunklen Hintergrund zurückhielt und eine Mischung aus [:S.I.T.D.:] und Accessory aus den Boxen dröhnen ließ, räkelte sich im Monitorbereich eine auffällig bekleidete Dame recht arhytmisch zur Musik.
Wie sich kurze Zeit später herausstellte, niemand geringeres als Szene-Model und „Dance Queen“ Fetischiska, welche die Shows von TH Industry zu begleiten schien.
Obwohl jedoch dem Gros der Zuschauer die Show zuzusagen schien, wirkten auf uns die rezidivierenden Bewegungsabläufe, welche meistens weder zur Musik passten noch einigermaßen gekonnt aussahen, recht unbeholfen, so dass die „Dance Queen“ ihre Position ruhig mit der eigentlichen Band hätte tauschen können.

Abgründe eines Charakters
Neben geschlossenen WGT-Foren gibt es auch ⇲ z.B. ein „Hot“-Forum von ihr im Netz zu finden, welches öffentlich lesbar ist. Sicherlich war es ganz gut, das diese bisher noch nicht gefunden wurden, als Frings noch RT-Deutsch „Reporterin“ war. Oder war dies evtl. sogar die Beendigung von RT-Deutsch, was Frings unter „Ausstieg“ verkauft hat?

Folgende Aussagen gibt es von Frings aus 2004:

❝manchmal halt schwierig, richtig lecker aussehende leute zu finden, wenn de latexfetischistin bist…und gegen kackfressen helfen eben masken sehr gut!❞

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Alles andere wird hier mit Sicherheit nicht geschrieben/wieder gegeben. Warum löscht man so etwas nicht, sollten es jugendliche Ausschweife gewesen sein?
Im Forum gibt sie 2004 zudem an, ⇲ „Mama sowie verheiratet zu sein“.
Wie viele „Kackfressen“ Frings also in ihrer Laufbahn als „Reporterin“ gesehen & interviewt hat, wird man wohl nicht mehr erfahren.
Und: Ganz ehrlich? Sollte ich Lea Frings je einmal gegenüberstehen oder ihren Namen irgendwie in Verbindung bringen, werde ich sofort an die „Kackfressen vs. Gasmasken“ und das Wort mit F denken müssen, worüber sie sich detailliert-öffentlich im Forum ausließ. Ich bin traumatisiert 😂

Schon daran sieht man, wie „seriös“ der Propagandasender RT Deutsch seine „Journalisten“ in ihrer Vita aussucht, die nämlich keinerlei Erfahrung im Bereich Journalismus haben und heute als freie Journalisten fungieren.

Auf der anderen Seite darf man natürlich auch nicht den Aspekt auslassen, das jeder Mensch sich im Laufe seines Lebens ändern kann. Auch das ist zu berücksichtigen!

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Abgründe einer Partei & Piraten Berlin

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-- verstörende Ansichten eines ehem. Piratenpolitikers (Montage) --

Auch auf die Piratenpartei wirft es nicht gerade das hellste Licht. Wenngleich diese Partei letztendlich von Skandalen nur so überschüttet ist, das diese Partei & deren Mitglieder eh nicht mehr ernstzunehmen sind, sondern zunehmend zu verstärkter Wachsamkeit anregt. Ein Tummelbecken für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit!

Ob dass das fortwährende fischen am rechten Rand ist, was ⇲ hier sehr gut nachzulesen ist, die Vermischung von ⇲ Querfront & ⇲ Verschwörungsideologien, teils durch Piraten-Politiker oder der Mord im letzten Jahr des Berliner Piratenpolitikers Gerwald Claus Brunner an seinem ehemaligen Mitarbeiter Jan Mirko L., den er zuvor monatelang im Wahn stalkte und letztendlich umbrachte, bevor er selber danach Suizid beging.

Einen sehr tiefen Einblick gibt hier die Pressemeldung vom ⇲ STERN: Terror bis in den Tod, dem die Ermittlungsakten dazu vorlagen.
Und auch, was diesen Mord und die Reaktion vieler Mitglieder im Nachgang betraf, tun sich hier unmenschliche Abgründe in dieser Partei auf, die es dann nicht mehr verwundern lassen, wenn diese Partei dann im Netzwerk der Sekte Thelema aufzufinden ist.

Ansonsten hat sich diese Partei bis heute verwehrt, Presseanfragen zu beantworten; Bruno Kramm hat sich zum 1. Januar 2017 ⇲ aus der (Piraten) Politik verabschiedet! Er will sich jetzt wieder verstärkt seiner Band: „Das Ich“ widmen:

http://web.archive.org/web/20170219021119/http://4.bp.blogspot.com/-fBM6UJOtqqs/Vngk263i_iI/AAAAAAAAAOI/5FJ1SH2KJME/s1600/Schermafbeelding%2B2015-12-16%2Bom%2B18.27.51.png
-- Bruno Kramm alias DAS ICH, Quelle: via Blog Dark Entries --

Kramms ⇲ Statement zu seinem Rücktritt aus der Piraten-Partei beinhalten übrigens folgende Worte:

❝Nach einem Kräfte zehrenden, verlorenen Wahlkampf und einer unerwarteten Trauerphase über eine menschliche Tragödie am Rande der Partei ist nun die Zeit gekommen, auf das Erreichte zurückzublicken und auch einen Blick auf den eigenen Horizont zu wagen❞.

Einen besonders bizarren & geschmacklosen Blogeintrag fasste ⇲ Ute Elisabeth Gabelmann zusammen, die wohl einfach die erste sein wollte und keine Presseberichte abwarten konnte. Das sieht dann so aus:

❝Ich bin aber glücklich für Faxe, daß er allem Anschein nach (und ich deute jetzt die Zeitungsberichte mal so) beim Wuschelkopf war, und mit ihm zusammen starb. Etwas Besseres und Schöneres in dieser furchtbaren Situation kann ich mir für ihn nicht vorstellen.❞

Einer Löschung dieses Beitrags widersprach sie, frei nach dem Motto, Piraten müssen transparent bleiben. Unvorstellbar, aber Realitiät!
Man kann eigentlich nur hoffen, das diese Partei sich endlich von alleine auflöst und von der Bildfläche verschwindet!

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Fetischiska aka Lea Frings & DAS ICH aka Bruno Kramm

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-- via twitter --

Spätestens über das Querfront-Spektrum; so kann man sagen, lernte sie den ⇲ Piratenpolitiker und Sänger der Gruppe: „Das Ich“: Bruno Kramm kennen, der ebenfalls ⇲ Dauergast bei RT-Deutsch ist, für das ⇲ Querfront-Stopp Ramstein-Projekt einsteht oder wie eben auch im ⇲ Blog bei Sechel zu lesen ist: für fragwürdige Musiker wirbt und diese auch unterstützt.
Bruno Kramm war es, der Lea Frings in die Piratenpartei holte, als diese ihren Job bei RT-Deutsch „aufgab“, man sich allerdings schon länger „freundschaftlich“ kannte, wie das ⇲ auf dem Musiklabel von Bruno Kramm: Danse Macabre aus 2015 ersichtlich ist.

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Zurück zu Thelema

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Wer gerne – außerhalb des Sektierertums und inhaltlich etwas über Thelema erfahren möchte, dem lege ich den ⇲ Blog: Spontis ans Herz, den ich sehr gerne lese, da dieser sich auch klar mit dem Rechten Rand innerhalb der Schwarzen Szene beschäftigt und darüber schreibt.

Thelema Society

⇲ Michael D. Eschner gründete 1979 die ⇲ Thelema Society unter dem einstigen Namen: „Institut für angewandte Metaphysik“ in Berlin.
Später wurde die Abtei Thelema (Abbey) gegründet und nach knapp einem Jahr in „Thelema-Orden des Argentum Astrum e.V.“ umbenannt.
1985 wurde dieser Verein aufgelöst, das „Netzwerk Thelema“ wurde gegründet und die Kerngruppe zog ins Wendland nach Bergen/Dumme.

1992 wurde Eschner wegen gefährlicher Körperverletzung und Vergewaltigung eines Gruppenmitglieds zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt. Die Tat der rituellen Gewalt stritt Eschner bis zu seinem Lebensende 2007 ab.
2002 tauchten wieder ⇲ vermehrt Medien-Berichte über sexuelle Ausbeutung innerhalb der Gruppe auf. Ein Mitglied der Gruppe wurde verurteilt, weil er eine Frau mit Gewalt zum Sex mit Eschner genötigt hatte. Laut Angaben der Polizei handelte es sich dabei ⇲ nicht um einen Einzelfall.

Es wird von ⇲ Ekeltrainings (Kot essen, Urin trinken) berichtet, das ausdrücken von brennenden Zigaretten auf Körperteilen, Schnitten mit Rasierklingen als Einstieg bzw. Prüfung zur „nächsten Stufe“ und damit man dies übersteht, wird Alkohol verteilt.
Thelemiten-Ausbilderin war neben Eschner einst auch ⇲ Gitta Peyn (damals auch Tordis van Boysen) – ja genau die, die heute das undurchsichtige und intransparente „soziale Projekt“ ⇲ DIE NOTBREMSER leitet und Empathiecoach von ⇲ Inge Hannemann (DIE LINKE) war.

Die Thelemiten „öffneten“ sich ab 2000 nach außen, sie gehen online und diverse Netzwerke im Internet entstehen. Man versucht in Subkulturen Fuß zu fassen.
Die ⇲ Struktur ist in Kreise von 0, 1, 2 und 3 aufgebaut, der Kreis 0 ist dabei der innerste Kern – der das Zentrum von Bergen/Dumme wieder spiegelt.
Es ist kein eingetragener Verein, eine Mitgliedschaft ist dennoch zu entrichten, im Kreis 2 sind das monatlich mindestens 20 Euro, im Kreis 1 mindestens 31 Euro und Kreis 0 nach Absprache (Stand: 2011).

Mittlerweile ist man wieder mit einer ⇲ Außenstelle nach Berlin zurück gekehrt, wo aktuell auch wieder „Yoga-Kurse“ u.ä. über einen Arzt angeboten werden.

Heute sind die Thelemiten zwar auch in den sozialen Netzwerken vertreten, aber es ist deutlich ersichtlich, das sie wieder zu einem enger werdenden Kreis zurück kehren.
Homepages mit speziellen Infos gibt es nicht mehr, sind aber teils im Archiv von WaybackMaschine noch erhalten und können somit noch eingesehen und ausgewertet werden!
Weiterhin steht Thelema Society auch der Scientology nahe, wie man das ⇲ einzelnen Schriften entnehmen kann.

Thelema Society wird mit zu den gefährlichsten Sekten Deutschlands eingestuft.

Schwarze Sonne: Mythologische Hintergründe des Nationalsozialismus

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Essayistischer Dokumentarfilm über die Beziehung von Mythos und Herrschaft, Esoterik und Macht im „Dritten Reich“

Bei der Betrachtung der Rituale, Symbole und Kultarchitektur des „Dritten Reiches“ ahnt jeder, daß es eine mythologische Dimension hinter der NaziIdeologie gab, die aber viel tiefer reicht, als der erste Blick erkennen läßt.
Der Film „Schwarze Sonne“ beleuchtet den Einfluß von esoterischen Weltbildern und Mythen auf die Ideologie des „Dritten Reiches“.

Bereits um 1900 entstanden in Deutschland und Österreich zahlreiche okkulte und neogermanische Gruppen, die aufgrund von mißverstandenen Legenden und Symbolen die Dominanz der „arischen Rasse“ behaupteten. Etliche NS-Führer fanden darin zusätzliche Bestätigungen für ihr Weltbild, so etwa Rudolf Heß, Alfred Rosenberg, Hans Frank oder Heinrich Himmler.

Vor allem die Wahnvorstellung einer „arischen Herrenrasse“ hätte nicht ohne den Einfluß bestimmter okkulter Ideen und mythologischer Konstrukte entstehen können, die bereits am Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland und Österreich weit verbreitet waren.
Bizarre Phantasien einer „arischen Urheimat“ auf versunkenen Kontinenten wie „Thule“ und „Atlantis“ oder die Deutung der Runen als älteste Schrift der Welt führten zu einem Überlegenheitsgefühl, dessen Folgen wir alle kennen.
Vor allem Heinrich Himmler, der Chef der SS, war an solchen mystischen Spekulationen interessiert und gründete 1935 die SS-Stiftung „Deutsches Ahnenerbe“ für prähistorische und mythologische Forschungsvorhaben.

Mittels Rhetorik, Sakralarchitektur und spektakulären Masseninszenierungen wurden solche pseudoreligiösen Inhalte auch ins Unterbewußtsein der Massen versenkt. Dazu gehörten Lichterdome, Fackelmärsche, Sonnenwendfeuer und die Glorifizierung der Germanen in Kulturfilmen, Schulunterricht und Wissenschaft.
Die Wewelsburg bei Paderborn wurde zur SS-Ordensburg ernannt und enthielt zwei Kulträume zur Vertiefung der eigenen „Mission“. Sympathisanten rechter und okkulter Kreise pilgern bis heute dorthin und erkoren sich das Bodenornament des „Obergruppenführersaales“ als „Schwarze Sonne“ zum Leitsymbol: eine willkürliche Benennung, die gleichwohl Wirkung zeigt und inzwischen zahlreiche Internetseiten, Broschüren, Flaggen und CD-Cover der rechten Szene schmückt.

Der Film „Schwarze Sonne“ folgt diesen Spuren und versucht, mit Hilfe von z.T. bisher unveröffentlichten Dokumenten diese noch weitgehend unbekannte Dimension der NS-Ideologie freizulegen. Dabei werden auch „Kultstätten“ besucht, die in diesem Zusammenhang von Bedeutung waren und heute wieder zunehmend von rechten und neu-heidnischen Gruppen aufgesucht werden.

Quellen:
⇲ Rüdiger Sünner und ⇲ Artechock

weitere Filme von ⇲ Rüdiger Sünner:
➠ Zeige deine Wunde – Kunst und Spiritualität bei Joseph Beuys
➠ Mystik und Widerstand – Zur Erinnerung an Dorothee Sölle
➠ Das kreative Universum – Naturwissenschaft und Spiritualität im Dialog.
➠ Geheimes Deutschland – Eine Reise zur Spiritualität der Frühromantik Atalante
➠ The tree of life. Auf den Spuren von Dag Hammarskjöld in Lappland
➠ Die Legende vom Nil – Auf den Spuren von Paul Klee in Ägypten
➠ Ultima Thule
➠ Der Nachlass

zu sehen auf auf:
⇲ YouTube-Kanal Rüdiger Sünner
auf ⇲ AbsolutMedien

Sein.de wirbt für das Universelle Leben

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Wenn mit dem Taler geläutet wird, öffnen sich alle Türen!
Es ist schon ein Unterschied, ob eine Homepage oder ein Blog Seiten zum ⇲ Universellen Leben verlinkt, als empfohlene Links in der Linkliste angibt oder ob man sich offensichtlich von einer Sekte bezahlen lässt – nur, damit die Kasse klingelt.

Nicht unbekannt ist, das Gabriele Wittek im ganzen Internet für ihren „Verein“ wirbt; auf Plattformen, ähnlich wie ebay-Kleinanzeigen (ich finde leider die Seite nicht mehr) wird dort in Massen für die verschiedensten Seiten (Radio, Verlage) vom Universellen Leben missioniert.

Eine Homepage, die so gesehen keine Plattform wie ebay-Kleinanzeigen darstellt, sondern ein esoterisches Magazin mit Sitz in Berlin von Eduard Aman ist, wohinter der Verlag (⇲ One-World-Verlag) steckt; schaltet solch Anzeigen ⇲ sowohl online als auch in Print (PDF):

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-- geschaltete Werbung im Magazin Sein.de der Wittek-Sekte --

Und nicht nur vom Universellen Leben sondern u.a. auch für die ⇲ Oneness/Bhagavan-Bewegung.
Kein Wunder also, dass das Magazin Sein.de bzw. der One-World-Verlag es somit schon ⇲ bis auf Psiram geschafft hat!

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-- Werbung für die Oneness/Bhagavan-Sekte bei Sein.de --

Und nein, ich habe das Magazin nicht studiert. Es reichen dort schon zwei, drei Artikel zum Lesen. Teils einstige Journalisten die heute an ⇲ Chemtrails glauben – verbreiten dort ihren Wust von angeblichen Wissen, das es nur noch zum Wegrennen ist!

Ich war neugierig, wie schnell man solch eine Anzeige schalten kann und wie kostenintensiv dies ist. Nach langem Suchen habe ich über Mediadaten endlich den Link dazu gefunden. Das kann man ⇲ hier sehr gut nachverfolgen und probieren. Man muss ja nicht vertraglich abschließen ;)

Reaktion

Auf eine Emailanfrage hin kam folgende Antwort; Zitatauszug:
danke für Ihren Hinweis, aber dies sind Anzeigen in unserer Rubrik „Kleinanzeigen“, die jeder selber online aufgeben kann. Wir können die
Inhalte und Auftraggeber der Anzeigen nicht kontrollieren, dazu haben wir gar nicht sie personellen Ressourcen.

In ihrem Impressum schreibt der Verlag allerdings:
❝ (…) Wir behalten uns das Recht vor, Beiträge und auch Anzeigen nicht zu veröffentlichen. (…) ❞

Unter ⇲ Allgemeine Geschäftsbedingungen bei Punkt 11 steht weiterhin:
❝ Die Zeitung hat das Recht, von Aufträgen, die in Form und Inhalt gegen geltende Gesetze verstoßen oder zu Bedenken sittlicher oder fachlicher Art Anlaß geben, ohne weitere Begründung Abstand zu nehmen. ❞

Woran liegt es also wirklich? Hat Gabriele Wittek etwa ein Jahres-Abo abgeschlossen?

Das Magazin Sein.de kommt immer wieder in die Kritik. Vor einigen Jahren veröffentlichte es noch Texte von ⇲ Peter Brunck, der ⇲ Autor des Magazin Sein.de für das Interview dafür extra in die Dominikanische Republik gereist ist.
Im Artikel von Sein.de selbst pries man Peter Brunck als ein: Mann an, der: „Kein Blatt vor den Mund nimmt. Ein weltweit bekannter Wissenschaftler, spiritueller Lehrer und Heiler, dessen Rat bei vielen Mächtigen in Politik und Wirtschaft gefragt ist.“
Und weiter: „Er leitet heute eine stetig wachsende spirituelle Gemeinschaft auf der Insel Hispaniola.“

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-- mittlerweile gelöschter Artikel aus dem Magazin Sein.de ---

Peter Bruck ist der ⇲ Sektenführer namens „Academy For Future Health“ (AFFH, „Akademie für zukünftige Gesundheit“) [1] [2] gewesen. Er wurde 2012 nach einer Schießerei und Razzia auf seinem Gelände festgenommen.
Für alle Interessierten: Trotz Löschung aller Artikel über Peter Brunck ist ⇲ dieser Beitrag hier bei Psiram noch erhalten geblieben.

Werbung als Arzt oder Therapeut

Als seriöser Arzt oder Therapeut sollte man gut hinschauen, wo man für sich werben lässt!
Ein Magazin, welches ⇲ totalitäre Sekten bewirbt, kann kein Gegenstand für eine positive & seriöse Therapie sein, die vielleicht mitunter auch Sektenaussteiger beraten.

Veganer Fanta 4 Manager und das Universelle Leben

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Andreas Bär Läsker radikal missioniarisch

Über ⇲ Veganmimikry fand ich in den letzten Tagen ein Posting über ⇲ Andreas Bär Läsker, den Manager der Band: „Die Fantastischen Vier“ und Herausgeber des Buches: „NO NEED FOR MEAT“.
Er gab der ⇲ Zeitschrift von Brennglas (⇲ Universelles Leben): ⇲ Freiheit für die Tiere im Jahr 2015 ein Interview.

Ursprünglich teilte Veganmimikry den Artikel, weil Andreas Bär Läsker hier Solidarität mit Xavier Naidoo zeigt, der bekannt geworden war durch seine Sympathien für die Reichsbürgerbewegung; sowohl durch eigene Auftritte ⇲ mit ehemaligen NPD-Kadern vor dem Reichstag, als auch in seinen ⇲ eigenen Veräußerungen.

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Über das Universelle Leben habe ich ja schon einiges ⇲ berichtet, ebenso über ⇲ weitere Sympathisanten (Hubertus Mynarek + Barbara Rütting) dieser ⇲ totalitären Sekte.

Und nun reihte sich ein weiterer Verfechter der veganen Lebensweise diesem Sekten-Spektrum zu; dem Magazin: „Freiheit für Tiere“, welches auch zuvor schon ⇲ Barbara Rütting, ⇲ Dr. med Ernst Walter Henrich, diverse Sportler, ⇲ Attila Hildmann und Karen Duve aber auch und das vermehrt: ⇲ Edmund Haferbeck von ⇲ PETA ein Podium gab.

2016 fand die erste ⇲ XOND-Messe statt, eine vegane Veranstaltung aus der gleichnamigen, veganen Fastfoodkette, die ⇲ laut Handelsregisterauszug durch die Frau Läsker´s geschäftlich geführt wird (und nicht von Andreas Läsker, wie oft behauptet).
Zu dieser Messe wurden auch eingeladen: die ⇲ V-Partei³ und die Tierschutzpartei. Auch ⇲ Peta war in Kooperation mit dabei.
Über mehr bzw. tiefere (vegane) Hintergründe und generell zu veganer Aufklärungsarbeit, empfehle ich, auf dem ⇲ Blog: Indyvegan weiter zu lesen!

Andreas Bär Läsker, Ernst Walter Henrich (ProVegan) & das Universelle Leben

Bär Lesker gibt nicht nur ein Interview für die totalitäre Sekte: Universelles Leben sondert sponsort auch noch die Stiftung ProVegan von Ernst Walter Henrich, der dieser Sekte ebenfalls sympathisierend nahe steht:

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Wie das in ungefähr ausschaut, kann man hier auf den eigenen Seiten von ⇲ ProVegan nachlesen, aber auch bei ⇲ Indyvegan oder bei ⇲ Helmut F. Kaplan.
Auf der mittlerweile gelöschten, aber archivierten Seiten von ⇲ VeganMimikry ist zu sehen, das Hendrich wiederholt rassistische Postings geteilt hat. Mittlerweile hat er das Portal ⇲ Facebook verlassen.
Den ganzen Verlauf – auch mit seinen „Rechtfertigungen“ sollte man wirklich gelesen haben! Indyvegan ist in dieser Hinsicht ein wirklich guter Rechercheblog!

Und so etwas finanziert, neben der Solidarität zur totalitären Sekte Universelles Leben – auch: Anderas Bär Läsker!

Andreas Bär Läsker & der Kinder/Jugendschutz

In seinem ⇲ Interview mit dem Universellen Leben – speziell dem Magazin: „Freiheit für Tiere“ kam das ⇲ Video von Earthlings zu Wort und ob ihn das bewogen hat, vegan zu werden. Er antwortet darauf:

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Wer dieses Video gesehen hat, weiß, das es hierzu keinerlei weiterer Worte bedarf. Earthlings, welches auch wegen der Holocaustrelativierung in die Kritik geriet und so gewaltvoll war, das selbst eingefleischte Veganer ⇲ diesen Film von sich weisen bzw. nur uneingeschränkt weiter empfehlen würden.
Ob man solch grausige Dokus – Holocaustrelativierung inbegriffen, schon Kindern zeigen sollte, darüber braucht man auch gar nicht streiten. Selbst im Internet schreiben die Kinder, das sie diese Doku nicht sehen konnten und empfahlen eine Alterseinschränkung von 16+ bzw. 18 Jahren. Aber auch ⇲ Veganer vertreten diese Ansicht!
Für Andreas Bär Läsker ist dies allerdings „nur“ eine „positive Traumatisierung“.

Andreas Bär Läsker & seine Mission

Wie schon geschrieben, ist A.B. Läsker der Manager von den Fantastischen Vier und Herausgeber des veganen Buches: „NO NEED FOR MEAT“. Er brachte einst 160 Kilo auf die Waage und entschloss sich, sein Leben radikal umzustellen. Er wurde vegan.
Das Ganze ist noch gar nicht so lange her, ⇲ seit ca. vier Jahren lebt er nun rein pflanzlich und betreibt neben der Fast-Food-Kette XOND mittlerweile (bzw. seine Frau) die jährlich stattfindende, vegane Messe: XOND; ⇲ Peta hierfür Kooperationspartner war und vielleicht auch wieder sein wird.

Es scheint, das Läsker – nach seiner radikalen Umstellung nun genauso versucht, seine Leser missionarisch auf Fleischverzicht zu trimmen. Er gibt zwar immer wieder an, ⇲ Zitat:

Ich bin kein Ernährungs-Taliban und versuche niemanden meine Überzeugung aufzuzwingen.

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Realistisch sieht das allerdings so aus:

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-- auch dieser Eintrag wurde von Läsker wieder gelöscht --

Frank Zander nahm´s gelassen und lud Läsker herzlich dazu ein, doch auch für die Obdachlosen zu servieren, was natürlich unerhört blieb.
Auch Kritiker warfen Bär Läsker vor, sich doch bitteschön für Obdachlose zu engagieren und diesen ebenfalls ein Essen zu spendieren, statt sich in missionarischer Selbstherrlichkeit & Egozentrik „auf das Bessere“ zu üben.
Erst später dann folgte eine ⇲ Entschuldigung, die aus den Worten der Kritiker rührte. Inwieweit man Läsker hinsichtlich ernst nehmen kann, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Wie überzeugend Bär Läsker wirklich Veganer ist und was er von Tieren hält, kann man oftmals seinen Facebook-Postings zwischen den Zeilen entnehmen. Der ⇲ Blog LäskerWatch hat dazu einiges angesammelt.
Was mir persönlich aufgefallen war und mit dieser Ansicht stehe ich sicherlich nicht alleine da; das Läsker in Bezug auf Verschmähung von nicht veganen Menschen Tiere oftmals als Dreck, Schrott u.ä. bezeichnet, wenn es darum geht, Menschen zu diffamieren, die sich „dies“ (also den Dreck, Schrott – also die Tiere) „reinstopfen“:

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Und wie friedliebend er als Veganer lebt, zeigen folgende Worte an seine Kritiker, die auch schnell mal „kleine, dumme Drecks-Denunzianten“ sind, nur weil sich diese auf seinem Profil in Kritik bewegen. Inwieweit man seine Drohungen ernst nehmen kann, das er seine Kritker findet, weiß man nicht:

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Wenn vegan unschmackhaft wird
So hätte ich mit diesem Artikel eigentlich beginnen müssen. Denn das ist es. Nicht mehr, nicht weniger.
Dies ganzen rechten Kräfte – die sich hinter dem Tierschutz verstecken; die totalitäre Sekte – instrumentalisieren hier nicht nur die Tierrechtsbewegung, sondern auch noch nicht-wissende und vor allem junge Menschen, die sich einfach für vegane Lebensweise interessieren und politisch wie missionarisch missbraucht werden.
Wohin das Ganze lenkt, ist mehr als offensichtlich.

Jetzt ist es noch gegen die Kirche. An anderen rechten Stellen geht es auch – wie bei den Sekten, auch gegen den Staat. Wie weit darf eine einst „alternative“ und wichtige Lebensform gehen, wenn sie antidemokratische Kräfte entwickelt und wenn nur aus diesem Grund propagiert wird, das die Tiere dem Menschen gleich stehen müssen? …

Simson Hipp, das rechte Kontra-Magazin aus Hettstadt, das Universelle Leben und die Jugendbewegung Jukss

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Von rechten Verschwörungs-Auftritten zu den Freien Wählern

Das Universelle Leben scheint ja sehr klagewütig zu sein. Fast alle Quellen musste ich mir mühsam aus den Archiven suchen, sofern sie dort noch vorhanden waren, da die meisten Quellen (Blogs, Websiten) gelöscht sind.
Über den freien Journalisten ⇲ Hanno Böck war ich auf einen ⇲ Artikel aufmerksam geworden, in den ich mich nun noch einmal vertiefte, auch mit dem Hintergrund, das ⇲ Simson Hipp (Betreiber der ehemaligen Seite ⇲ Kontra-Magazin) nun in die Politik aufgestiegen ist; die ⇲ Freien Wähler in Teilen auch mit der ⇲ Tierschutzpartei kooperieren.
Nebenbei hat Hipp eine eigene Dachdeckerfirma.

Und; er ist dort, wo man ⇲ von seiner Partei „Freie Wähler“ aus Kontakte zum Universellen Leben pflegt; Mitglieder sowohl als auch zugehörig sind oder auch „nur“ sympathisieren.

Worum gehts?
Es geht um den „alten“ Artikel aus 2006 von Hanno Böck: ⇲ „Verschwörungstheoretiker und Sektenanhänger in der Jugendumweltbewegung – Die Welt ist eine Scheibe“. Diesen werde ich im Anschluss hier im Artikel noch einfügen – und mit ein paar Verweisen verlinken!

Hintergrund ist der, das es sich hier um einen ⇲ Jugendumweltkongress (kurz: Jukss) handelte, in den sich das Universelle Leben eingeschlichten hatte, was zu einem großen Protest und Empörung, auch über die unterschiedlichen Berichterstattungen hervorgebracht hat.
Was aber an keinster Stelle erwähnt bzw. kritisiert wurde, warum Simson Hipp ⇲ (auf der bereits gelöschten Seite) von Jukss Werbung für seine drei Vorträge posten konnte – mit dem Verweis auf die rechte Verschwörungsseite Konkret-Magazin sowie dem Vermerk (Fehler wie im Original):

❝Achtung! Die folgenden Vorträge werden von Anhängenden der totalitären Sekte Universelles Lebeb angeboten.❞ Bei Fragen: kontra-magazin@web.de – mit REVOlutionären Grüßen Simson

Unter dem Namen: Simon/Konkret-Magazin bot man dort folgende Workshops an:

  • Vortrag: Die Bundesrepublik Deutschland ist eine Diktatur
  • Vortrag: Vegetarismus-Ein Kern aller Weltenreligionen
  • Selbstverteidigungsworkshop
  • https://abload.de/img/jukssuniversellelebent7smk.jpg
    -- zusammen gesetzte Montage aller drei Workshops aus 2005, Quelle: ⇲ 13. Jugendumweltkongress Jukss.de ---

    Damit definierte sich Simson Hipp mit der Verflechtung zum Universellen Leben. Auf seiner mittlerweile gelöschten, aber archivierten Seite ⇲ Kontra-Magazin finden sich zwar keine Verlinkungen direkt zum Universellen Leben, dafür aber zu Inhalten, die auch das Universelle Leben auf ihren Seiten nutzt.
    Zu finden ist diese archivierte Seite von Juksss ⇲ hier, es war gar nicht so einfach und hat lange gedauert, diese noch auffindig zu machen. Ein weiteres Archiv zu diesem Link kann ⇲ hier abgerufen werden!

    Diese Seite Kontra-Magazin war dermaßen rechtslastig, verschwörungsideologisch, kirchenfeindlich, antisemitisch, antidemokratisch; Verlinkungen führten zu Sekten-Gurus (Bruno Gröning), zur Germanischen Neuen Medizin – direkt zu Ryke Geerd Hamer, zu SekretTV etc.
    Seine PDF Datei mit seinem Impressum: ⇲ Chemtrails – Biologische Kriegsführung gegen das deutsche Volk kann man bis heute auf dem Server vom gelöschten Kontra-Magazin begutachten.

    https://abload.de/img/freiewhlerrechtsoffenvks26.jpg

    Zur Übersicht, hier einige archivierte Seiten, teils aus obiger Bild-Collage:

    Kontra-Magazin Sidemap
    https://archive.fo/UOxg4

    Kontra-Magazin Geistliches
    Erstes Gespräch mit Simson Hipp
    https://archive.fo/fIWTh& https://archive.fo/5Q0yd

    Kontra-Magazin Forum
    https://archive.fo/SCTWE

    Kontra-Magazin Geschichte
    Deutsches Reich? – Ein Rückblick in die Geschichte der nicht mehr existierenden Bundesrepublik Deutschland
    https://archive.fo/sjPS2

    Kontra-Magazin Geschichte
    Was zum nachdenken… (Personalausweis, Staatenlos, BRD GmbH) mit einem Zusatzartikel mit Worten von Prof. Hubertus Mynarek
    https://archive.fo/Ga96p

    Kontra-Magazin Verschwörung
    Esoteric Agenda – Esoterische Agenda
    https://archive.fo/8YFMg

    Kontra-Magazin Kirchenkritik
    z.B.: Die Wiederherstellung der Hölle, Ich wurde sexuell missbraucht, Wodurch wird dieser Schreckenskonzern am Leben gehalten?, Die Kirche – die Hure Babylon?, Wer ist der Besetzer des Stuhls Petri?, Worte „großer Ketzer“, Die zehn Gebote des irdischen Gottes
    https://archive.fo/BSs1k

    Kontra-Magazin Flyer (PDF)
    Chemtrails – Bedrohung aus der Luft
    https://web.archive.org/web/20100107094704/http://www.kontra-magazin.de/download/01_chemtrail_flyer.pdf

    ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬

    Man kann sich noch mühsam durch Simson Hipp´s Kontra-Magazin klicken, einige Seiten sind noch erhalten, u.a. auch die der Reichsbürgerideologie und auch mit ⇲ inhaltlichen Verweisen auf Prof. ⇲ Hubertus Mynarek, der für das Universelle Leben, für rechte Überzeugungen, aber auch für die ⇲ Scientology kein Unbekannter ist, im Gegenteil!
    Erst vor kurzem unterstützte Hubertus Mynarek das braun-esoterische ⇲ „Dorf im Jetzt“, wo er als „Protektor“ öffentlich wurde. Wen wundert´s, wenn man dann auch so etwas noch liest: ⇲ Hubertus Mynarek kandidiert 2009 für die „Links“-Partei, es ist nicht zu glauben!

    https://abload.de/img/hubertusmynarekscientw9kvp.jpg
    Hubertus Mynarek´s Rede bei der Eröffnung der Scientology Church, Quelle: ⇲ Scientology Berlin

    Stellungnahme?
    Die Frage bleibt wohl für immer offen, warum die Jukss erst solche Menschen in ihre Gruppen liess, die dann im späteren Verlauf Workshops von ⇲ totalitären Sekten-Anhängern anbieten konnten, trotz des Verweise auf der Veranstaltungsseite. Man wusste, wer diese Workshops abhalten würde.
    Da kann man nur hoffen, das die Jukss, die seit Jahren eh schon ⇲ in die Kritik geraten ist, ein besseres Auge drauf hat, schließlich geht es hier auch um die Jugend!

    Das also sind Vorbilder eines heutigen Politikers, der seine „universellen, rechten“ Spuren fein säuberlich aus dem Netz verschwinden lassen wollte. Aber das Internet vergisst nicht!
    Bei solch einer Vita im Kontra-Magazin kommen da doch schon berechtigte Fragen, ob er als Dachdecker im Bereich Würzburg nicht prächtige Auftragslagen hat.
    Vor sieben Jahren noch in einer Studenten-WG in Hettstadt, nun ein Eigenheim und eine große Dachedeckerfirma + stellvertretende Vorsitzende bei den Freien Wählern; seit an Seit mit Günther Felbinger. Das nennt man Karriere mit 30 jungen Jahren!
    Felbinger von den Freien Wählern ist ⇲ mittlerweile seines Amtes enthoben worden. Betrug von über 50.000 Euro. Und immer wieder ist es es das Geld…

    Wurde dieses Thema rund um Simson Hipp eigentlich schon einmal thematisiert? Gab es dazu jemals eine Stellungnahme? Haben die Freien Wähler Internetrecherchen berücksichtigt oder gar überhaupt nicht angewandt? Wie steht heute Simson Hipp hierzu?

    http://web.archive.org/save/_embed/http://static2.mainpost.de/storage/scl/mpnlneu/lh/s1/7513261_m3w760h500q75s1v1219_1NRJ5P.jpg?version=1485190624
    Die neue Führungsriege der Kreisvereinigung der Freien Wähler im Landkreis Main-Spessart mit (von links) Bezirksvorsitzendem Thomas Zöller, Achim Müller, Thomas Stähler, Peter Utsch, Edgar Klüpfel, Thomas Schiebel, Simson Hipp und Marco Pintar. ⇲ Foto: Freie Wähler via Mainpost
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    Zum ⇲ Artikel des Journalisten Hanno Böck

    Verschwörungstheoretiker und Sektenanhänger in der Jugendumweltbewegung
    DIE WELT IST EINE SCHEIBE

    Auf dem vergangenen Jugendumweltkongress (Jukss) kündigte ein Anhänger der Sekte »Universelles Leben« (UL) einige Workshops an [1]. Dies führte zu heftigen Diskussionen, die Sektenanhänger verließen nach Protesten vieler TeilnehmerInnen und einer UL-kritischen Ausstellung den Jukss. [2]

    Universelles Leben
    Die Glaubensgemeinschaft »Universelles Leben« [3,4] versucht seit einigen Jahren, in der Umwelt- und Tierrechtsszene Fuß zu fassen. Durch ⇲ bundesweite Plakatkampagnen tritt sie immer wieder in Erscheinung, ebenso erfreut sich die ⇲ UL-eigene Ladenkette für vegetarische und vegane Lebensmittel, »Gut zum Leben« und der »Lebe Gesund!«-Versand, großer Beliebtheit und hat in den meisten größeren Städten Filialen. Auch die durch ihre ⇲ holocaustrelativierenden Kampagnen bekannte Tierrechtsorganisation PETA wirbt für »Lebe Gesund!«.
    »Universelles Leben« bezeichnet sich als urchristliche Gemeinschaft und folgt einer kruden Mischung aus Religion, UFO-Theorien, Esoterik und Antisemitismus. Die Sekte ist autoritär strukturiert und wird geleitet von der »Prophetin« Gabriele Wittek [5]. Wittek hatte angeblich in der Vergangenheit Gespräche mit ihrer verstorbenen Mutter, mit Jesus Christus und mit einem Alien namens Mairadi. Desweiteren glauben UL-Anhänger an die Reinkarnation und behaupten insbesondere, dass der Holocaust lediglich eine Bestrafung für Sünden aus früheren Leben gewesen sei.

    Exilregierung des deutschen Reiches
    Der erste auf dem Jukss gehaltene Workshop trug den Titel »Die Bundesrepublik Deutschland ist eine Diktatur«. Hintergrund ist eine in rechtsradikalen Kreisen seit langem herumgeisternde Verschwörungstheorie, nach der Deutschland seit dem zweiten Weltkrieg eine von den USA kontrollierte Diktatur sei. So gibt es mehrere angebliche »Exilregierungen« [6], die teilweise auch Ausweisdokumente und ähnliches verkaufen und sich für die legitimen Rechtsnachfolger der Weimarer Republik halten [7].

    Als Kontakt für die Workshops wurde jeweils das sogenannte »Kontra Magazin« angegeben, welches auch eine Webseite betreibt [8]. Ein Blick in deren Forum lohnt sich. Neben einem Interview mit »Reichskanzler Ebel« von der »kommisarischen Reichsregierung« finden sich beispielsweise Verweise auf »Chemtrails« oder die »Neue Germanische Medizin« des Dr. Ryke Geerd Hamer (dazu später mehr).

    Aufstand
    Auf dem Aufstand, einem von der Naturschutzjugend Baden-Württemberg organisiertes Jugendumweltfestival, tauchte besagter Anhänger der Sekte erneut auf. Diesmal präsentierte er einen Film über den »Mythos Vogelgrippe« mit dem Titel »H5N1 antwortet nicht«. Der Film wurde offenkundig von einigen ZuschauerInnen positiv aufgenommen.

    Die Aussage des Films lautet im Wesentlichen, dass es die Vogelgrippe gar nicht gibt und sie lediglich eine Erfindung der Pharmaindustrie sei. Finanziert wurde der Film durch eine Spendenaktion der »Kent-Depesche« [9] des Scientologen Michael Kent (mit bürgerlichem Namen Michael Hinz), den Vertrieb organisiert ein in Stuttgart ansässiger Verein namens »Neue Impulse Treff« [10].

    Der »Neue Impulse Treff« organisiert regelmäßig Vorträge zu verschiedensten Verschwörungstheorien. Die Linkliste verweist auf »freie Energien«, Esoterik-Seiten, sogenannte AIDS-Kritiker, die bereits oben erwähnte »Neue Germanische Medizin«, verschiedene »Impfkritiker«, diverse Zinskritiker und Freiwirtschaftler und eine ganze Reihe weiterer dubioser Organisationen, die meisten aus dem medizinischen Bereich.
    Die treibenden Kräfte des »Neuen Impulse Treff« sind augenscheinlich Michael Kent/Hinz, Sabine Hinz (die einen gleichnamigen Verlag betreibt [11]) und Hans Tolzin [12].

    Ebenso lohnenswert ein Blick auf die im Film genannten »Experten«. Die wenigen Mediziner vertreten auch sonst, vorsichtig formuliert, »umstrittene« Thesen. Einige rekrutieren sich aus dem Umfeld der »AIDS-Kritiker«, so Dr. Claus Köhnlein und Juliane Sacher. Einer der Macher des Films, der Journalist Michael Leitner, betreibt die Webseite AIDS-Kritik [13] (eine gute Zusammenfassung zur AIDS-Problematik findet sich unter [14]).

    Desweiteren wird der Film dominiert von »Impfkritikern«, unter ihnen Hans Tolzin und Angelika Kögel-Schauz. Beide gehörten in der Vergangenheit ebenfalls zum Umfeld der »Neuen Germanischen Medizin«, haben sich aber inzwischen wegen interner Meinungsverschiedenheiten von dieser getrennt [15]. Die insbesondere im anthroposophischen Umfeld häufig anzutreffende Impfkritik, meist von Laien und ohne wissenschaftlichen Hintergrund betrieben, führte in jüngerer Zeit zu einer Masernepidemie in Nordrhein-Westfahlen.

    Für die musikalische Untermahlung des Films zeigt sich ein gewisser Jo Conrad zuständig. ⇲ Jo Conrad ist dem rechtsextremen esoterischen Spektrum um ⇲ Jan van Helsing zuzuordnen. In seinem Buch »Entwirrungen« zitiert er die »Protokolle der Weisen von Zion« und »entdeckt« eine Verschwörung von unter anderem Illuminati, Bilderberger, Vatikan, Zionisten, CIA, Rothschilds, CFR, NSA, Trilaterale Kommission, JASON Society, Skull & Bones [16].
    Leseprobe gefällig? »Viele Bemühungen Hitlers zum Aufbau des vom Versailler Vertrag geknechteten Landes waren durchaus anerkennenswert. (…) Es erfolgte die Mobilmachung der polnischen Armee und blutige Übergriffe mit übelsten Grausamkeiten auf die Bevölkerung der ostdeutschen Gebiete. Hitler hielt angeblich die Nachrichten von den grausigen Morden vor der Öffentlichkeit zurück, da sie geeignet waren, eine Stimmung von Hass zu erzeugen. Erst mit reichlicher Verzögerung griff Hitler Polen an.« (Aus der Broschüre „Brennpunkt Esoterik“ der Stadt Hamburg)

    Vogelgrippe in der Blogosphäre
    Verschwörungstheorien rund um die Vogelgrippe machten schon vor einiger Zeit Furore. Ein von der taz geführtes Interview mit dem Virologen Stefan Lanka wurde in diversen Blogs und Mailinglisten herumgereicht.
    Stefan Lanka, ebenso Impfkritiker und AIDS-Dissident, vertritt die These, dass es weder den HIV- noch den Vogelgrippe-Virus überhaupt gibt [17]. Lanka ist bekennender Anhänger der ⇲ »Neuen Germanischen Medizin«.

    »Neue Germanische Medizin«
    Hinter der nun schon mehrfach erwähnten »Neuen Germanischen Medizin« verbirgt sich der ehemalige Arzt Dr. Ryke Geerd Hamer. Er behauptet, Krebs (und im übrigen auch AIDS und alle anderen Krankheiten) seien lediglich die Auswirkung unverarbeiteter Konflikte. Er meint, die gesamte Medizin mit 5 »Naturgesetzen« erklären zu können.
    Bekannt wurde Hamer 1995, als der Fall von Olivia Pilhar durch die Presse ging. Die Eltern von Olivia weigerten sich, das krebskranke Kind behandeln zu lassen [18].
    Mehrere Todesfälle von Menschen, die sich von Hamers »Neuer Medizin« haben behandeln lassen, sind bekannt.
    Seit einigen Jahren garniert Hamer seine Theorie mit antisemitischen Verschwörungstheorien. Hamer ist der Ansicht, dass der Durchbruch seiner Medizin durch Juden verhindert wird. So schrieb er an den todkranken Paul Spiegel mit der Behauptung, dieser würde als »Jude« die Erkenntnisse der »Neuen Medizin« bereits einsetzen, während sie dem Rest ver Bevölkerung vorenthalten bliebe [19]. Die Anhänger Hamers organisieren regelmäßig Demonstrationen in Tübingen, die in der Vergangenheit von antifaschistischen Protesten begleitet wurden [20].

    »Böse Pharmaindustrie«, »Böse USA«
    Erschreckend ist, wie leicht sich manche von derartig krudem Zeug beeinflussen lässt. Ein paar Schlüsselreize ansprechen, die böse Pharmaindustrie brandmarken, eine Verbindung zur US-Regierung lässt sich auch noch herstellen, dann ist jeder Zweifel ausgeräumt.
    Dass man als linker und ökologisch denkender Mensch oft genug mit berechtigter Kritik an der Pharmaindustrie befasst ist, ist legitim, ja sogar notwendig. Bhopal, Lipobay, HIV-verseuchte Bayer-Blutpräparate, Patentklagen gegen Südafrika sind nur einige der Stichworte, die einem hier einfallen. Diese legitime Kritik sollte jedoch kein Anlaß sein, jedem, der ruft »Pharmaindustrie böse«, hinterherzulaufen, jede noch so absurde Verschwörungstheorie zu glauben.

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    [Anmerkung: Ich habe die Quellen durch archivierte Websites verlinkt, sollten sich an diesen Änderungen ergeben haben! Nicht verlinkte Quellen sind im Netz nicht mehr zu finden und dienen lediglich der Dokumentation.]

    [1] http://www.jukss.de/2005/de/orga/programmplan/anzeigen/1135599974/ ⇲ Workshops auf dem Jukss
    [2] http://veg.gs/de/blog/view/104 ⇲ Bericht über UL-Proteste auf dem Jukss
    [3] http://www.universelles-leben.de/ ⇲ Offizielle UL-Homepage
    [4] http://www.projektwerkstatt.de/ul/ ⇲ Sammlung über UL-Kritik
    [5] http://de.wikipedia.org/wiki/Universelles_Leben ⇲Wikipedia über UL
    [6] http://friedensvertrag.info/ ⇲ Kommisarische Reichsregierung (Reichsbürger)
    [7] http://www.krr-faq.de/ Kritische FAQ über diverse Reichsregierungen – vgl. hierzu ein Beitrag bei Psiram: https://www.psiram.com/ge/index.php/Kommissarische_Reichsregierung
    [8] http://www.kontra-magazin.de/ ⇲ Kontra-Magazin des Jukss & Aufstand-Besuchers
    [9] http://www.kent-depesche.com/ ⇲ Scientology-Mitglied Michael Kent
    [10] http://www.neue-impulse-treff.de/ ⇲ Neue Impulse Treff
    [11] http://www.sabine-hinz.de/ ⇲ Sabine Hinz Buchverlag – vgl. auch hier http://web.archive.org/web/20170210092036/http://www.sabinehinz.de/kent-depesche
    [12] http://www.tolzin.de/ ⇲ Hans Tolzin
    [13] http://www.aids-kritik.de/ ⇲ AIDS-Kritiker
    [14] http://hiv.net/2010/news2001/n1219.html ⇲ Artikel über AIDS-Kritik
    [15] http://f25.parsimony.net/forum63512/messages/37880.html ⇲ Tolzin über Hamer
    [16] http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/behoerden/inneres/landesjugendbehoerde-bfi/downloads/brennpunkt-esoterik-pdf,property=source.pdf ⇲ Broschüre »Brennpunkt Esoterik« vgl. PDF „Brennpunkt Esoterik“ auf dem Server von AGPF http://www.agpf.de/Brennpunkt-Esoterik-HH2006.pdf
    [17] http://www.fr-aktuell.de/in_und_ausland/multimedia/blogosphaere/?em_cnt=81218 Mario Sixtus über Vogelgrippe und Blogosphäre
    [18] http://www.swr.de/report/archiv/sendungen/021118/04/frames.html ⇲ Report Mainz über die »Neue Germanische Medizin«
    [19] http://www.pilhar.com/Hamer/Korrespo/2006/20060324_Hamer_an_PaulSpiegel.html ⇲ Brief Hamers an Paul Spiegel (Jitzhak Ben Chaim)
    [20] http://tuebingen.antifa.net/texte/24/alle-jahre-wieder-antisemiten-marschieren ⇲ Antifa Tübingen über NGM

    Machen die bayrischen Freien Wähler eine Sekte salonfähig?

    http://web.archive.org/web/20170210223031/http://www.freie-buerger.org/images/plakat-jetzt-reichts-kl.jpg

    Freie Wähler & Universelles Leben
    via ⇲ hpd – Humanistischer Pressedienst, 12.02.2012
    In Bayern preisen Mandatsträger der Freien Wähler eine Schule, die nachweislich zu einer Sekte gehört.
    Das berichtete gestern das TV-Magazin „Kontrovers“ im Bayerischen Rundfunk über die seit langem umstrittene Neuoffenbarungsgemeinschaft ⇲ „Universelles Leben“.

    Aus der Haltlosigkeit allgegenwärtiger Religionslehren ziehen auch die Protagonisten von „Universelles Leben“ weiter mit allen verfügbaren Mitteln ihren Nutzen. Im „Kontrovers“-Beitrag wurde deutlich, dass sich dabei sogar hohe CSU-Politiker für das Treiben einnehmen lassen.

    Über wirtschaftliche Aktivitäten der laut Wolfgang Behnk, Sektenbeauftragter der evangelisch-lutherischen Landeskirche Bayern, „totalitären, geschlossenen Organisation“ in der Gegend um das unterfränkische Marktheidenfeld heißt es: „Haus um Haus wird hier aufgekauft, Felder und Wald. Hier sammeln sich die Anhänger des Universellen Lebens, einer umstrittenen Sekte.“

    In der benachbarten Gemeinde Esselbach betreibt UL auch eine staatlich anerkannte ⇲ Privatschule. „Lern mit mir“ im Universellen Leben, prangt ein einladender Schriftzug zur Schule am Eingangstor und dem Online-Auftritt. Wie „Kontrovers“ nun herausfand, unterstützen auch Kommunalpolitiker der ⇲ Freien Wähler die Schule.
    Darunter ⇲ Günther Felbinger und ⇲ Armin Grein. Vor der Kamera versuchten diese, ihr förderndes Engagement zu relativieren. Bürgermeister der knapp 2000 Einwohner zählenden Gemeinde Esselbach ist ihr Parteigenosse Klaus Hofmann.

    Doch in der Sendung wird eine Pressemitteilung präsentiert, in der es über die Schule heißt: „Hier herrscht eine Lernatmosphäre, die es einem schmackhaft macht wieder in die Schule zu gehen.“ Ex-Landrat Grein lobt ausdrücklich das „pädagogische Einfühlungsvermögen“.

    Die Internetseite der Schule offenbart ein obskures Glaubensbekenntnis, zwei dicht beschriebene Seiten mit haltlosen Überzeugungen und wirren Ideen. Die Einrichtung nennt sich selbst eine „Eliteschule für Jedermann“, wirbt mit einem „urchristlichen Konzept“ und macht nach eigenen Angaben „durch beste Abschlüsse, Preise bei Wettbewerben und vor allem durch selbstbewusste, aufgeweckte Schülerinnen und Schüler von sich reden“.
    Statt Religionsunterricht gibt es dort „Stunden der Inneren Religion.“

    Die Schule wirbt offensiv mit ihren diversen Auszeichnungen, darunter als „Umweltschule in Europa 2010“. Sie leite ihr Umweltengagement aus der Lehre des Jesus von Nazareth ab, so die Erklärung. Stolz präsentiert der Betrieb den früheren bayerischen Staatsminister für Umwelt und Gesundheit und CSU-Politiker, Markus Söder, mit Schülerinnen auf einem Foto.

    http://web.archive.org/web/20170211002956/http://www.lernmitmir.org/images/lernmitmirprivatsesselbach1.jpg
    Markus Söder (CSU, hinten r.) auf einem Foto der Schule von „Universelles Leben“, Quelle: ⇲ UL/Lern mit mir

    „Kein Wort über den Charakter des Universellen Lebens, nichts“, stellten die Journalisten deshalb zu den Empfehlungen bei den Freien Wählern fest. Zu Wort in der Sendung kam auch der evangelische Pfarrer Michael Fragner. Wenn Politiker diese Schule „in den Himmel loben“, konterkariere das in seinen Augen eine sachgerechte Aufklärung, so Fragner.
    Auf dem Fensterbrett hinter ihm im Bild prangt derweil ein großes Holzkreuz, an das ein ausgemergelter Mann mit Nägeln geschlagen hängt. Eine Dornenkrone rundet das schaurige Kunstwerk ab. Zum Vorgehen der Politiker monierte der Pfarrer jedenfalls: „Das zeugt nicht von besonderem Problembewusstsein.“

    Auch die Pfarrei Michelrieth hat schwer zu tun mit dem missionarischen Engagement von UL, arbeitet sich seit Jahren in einem von Aufklärungsversuchen und Rechtsstreitigkeiten geprägten Kampf ab. Auf der Internetseite der Kirchengemeinde prangt prominent ein Hinweis, der die nötigen Informationen über Hintergründe der Mitbewerber am Religionsmarkt, wirtschaftliche Betätigungen und Aussteigerberichte liefern soll.

    Vor der Kamera zur Rede gestellt, versuchte Günther Felbiger von den Freien Wählern die Kritik der Pfarrer und Vorwürfe der Journalisten abzustreiten. Er sei ein Bildungspolitiker, behauptet er. Ihn interessiere was in der Schule „in der Pädagogik passiert und nicht was der Träger anstellt.“

    Der evangelische Sekten-Experte Behnk wies in dem siebenminütigen Beitrag auch darauf hin, dass nach der Ideologie der sich als Urchristen verstehenden Gruppe die Anhänger dieser Gemeinschaft sich unter die absolute Führung der selbsternannten Prophetin ⇲ Gabriele Wittek stellen müssten. Die 81-Jährige steht im Zentrum der Bewegung. Gegen eine Etikettierung mit dem Begriff „Sekte“ verwehren sich die UL-Anhänger, lehnen diese vielfältig konnotierte Bezeichnung durch die Amtskirchen ab.

    Wegen der hinter UL stehenden Ideologie gerieten deren Anhänger in die „permanente, akute Gefahr“, in einer in der Lehre gepredigten Selbstaufgabe für die Gemeinschaft ihre Freiheit zu verlieren, warnte nun ⇲ Wolfgang Behnk. Diese Gefahr drohe auch den Kindern, welche die freie Schule in Esselbach besuchen.

    Doch alle Versuche zur Schließung der Schule seien bisher gescheitert, gegen kritische Berichterstattung werde aggressiv vorgegangen, heißt es.

    Die Journalisten meinten zum Umgang mit der Organisation: „Jetzt wird sie zunehmend salonfähig gemacht“. Bei den Freien Wählern wehrte man sich gegen eine eingehende Auseinandersetzung mit den Fragen. Er wolle die Lehre des Universellen Lebens nicht bewerten, erklärte Felbinger in die Kamera. Parteigenosse Armin Grein reagierte später offener und gestand seine Unkenntnis, kündigte ein klärendes Gespräch mit der Schulleitung an.

    Ob das helfen wird, ist fraglich. Universelles Leben unterhält einen regen Betrieb unterschiedlichster Unternehmen und greift jede Gelegenheit beim Schopf, weitere Produkte an den Mann oder die Frau zu bringen – nicht nur in der Esselbacher Schule.

    Auch im Vorfeld des Papstbesuches initiierten Anhänger eine Marketing-Plattform mit dem Titel „Freie Bürger für demokratische Werte“, versuchten mit zugkräftigen Sprüchen und Plakaten Spenden papst- und kirchenkritischer Beobachter einzuheimsen und sogar andere Organisationen mit ihren – für unkritische Beobachter möglicherweise ⇲ durchaus plausibel wirkenden – Botschaften für sich einzunehmen.

    https://abload.de/img/ulfw48jyd.jpg
    Vergleich Werbeplakat Universelles Leben, dann Freie Wähler

    Der Politiker Felbinger wehrte sich hingegen weiter gegen die Tatsache, dass die Empfehlungen der Freien Wähler für die Schule auch die Ideologie der Träger aufwerten kann. Im Bericht macht er auch klar, warum: Er werte damit genau so wenig das Universelle Leben auf, wie wenn er Schulen in katholischer oder evangelische Trägerschaft ein gutes Attest ausstellte. „Das ist Erbsenzählerei“, so Felbinger.

    Ein nüchterne Analyse, stehen doch auch die Ideenwelten hinter diesen Trägern auf höchst wackeligem Fundament. Aber rechtfertigt das, sich dem Universellen Leben unkritisch an den Hals zu werfen? Für bayerische Politiker scheint das in Ordnung zu sein.
    Man fügt sich in das System oder fördert es auch bei Gelegenheit. Doch sind sie denn wirklich die Einzigen, die diese umstrittene „Sekte“ salonfähig machen?

    Die „Kontrovers“-Journalisten bilanzierten die Beobachtungen ihrer Sendung jedenfalls so: „Die Amtskirchen auf einer Ebene mit dem Universellen Leben – mehr Aufwertung geht nicht.“

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    Besuch von Günther Felbinger (MdL), Altlandrat Armin Grein, Esselbachs Bürgermeister Klaus Hofmann und Kreisrätin Ursula von Hahn aus Gemünden (21. November 2011), Quelle: ⇲ UL/Lern mit mir
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    Dazu ⇲ Kurt Eckstein, MdL a.D. (CDU) ⇲ auf seiner Seite:

    FW werten Sekte Universelles Leben auf

    Karl Freller: Freie Wähler werten ⇲ Sekte Universelles Leben auf – Gleichsetzung mit Katholischer und Evangelischer Kirche ungeheuerlich

    Auf völliges Unverständnis trifft bei der CSU-Landtagsfraktion die Tatsache, dass der Landtagsabgeordnete Günther Felbinger von den Freien Wählern (FW) eine von der Sekte „Universelles Leben“ geführte Schule in Unterfranken besuchte und dies ⇲ auch im Nachhinein für unproblematisch hält. In der BR-Sendung „kontrovers“ setzte Felbinger gar die Schule der Sekte mit Schulen in Trägerschaft von Katholischer und Evangelischer Kirche gleich.
    „Diese Gleichsetzung ist ungeheuerlich“, so Karl Freller, stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion. „Wer in dieser Weise diese Schule mit dem Namen ‘Lern mit mir im Universellen Leben‘ aufwertet, der wertet die gesamte Sekte auf. Die Gleichsetzung dieser höchst umstrittenen Sekte mit den großen Christlichen Kirchen entbehrt zudem jeglicher Grundlage.“

    „Die Freien Wähler sollten schleunigst klären, wie sie zur Sekte ‘Universelles Leben‘ stehen“, forderte Freller. Wolfgang Behnk, der Sektenbeauftragte der Evangelischen Kirche bezeichnet das „Universelle Leben“ als Sekte, deren Mitglieder „nicht nur in materielle und finanzielle, sondern auch in geistige und psychische Abhängigkeit“ gerieten.
    Felbinger hingegen erklärte, ihn interessiere nicht, was der Träger anstellt. „Eine solche naive Gleichgültigkeit ist bei einem so sensiblen Thema nicht akzeptabel“, betonte Freller. „Universelles Leben gilt als Sekte. Sie ist kein Vorbild für junge Menschen“, erläuterte Freller. „Das ‘Universelle Leben‘ darf nicht mit den christlichen Konfessionen gleichgesetzt werden“, betonte der CSU-Politiker abschließend. (13.01.2012)

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    Eckdaten zu den Freien Wählern in Bezug zum Universellen Leben

    Laut ⇲ Domaintool ist die Seite der Kleinstpartei: Freie Wähler registriert auf: Dieter Potzel; ebenfalls auch als Admin.
    Nach ⇲ Angaben der EZW (Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen) ist Dieter Potzel Mitglied beim Universellen Leben.
    Weiteres ist hier bei ⇲ miechelrieth.de zu lesen.
    Potzel ist Mitglied der Partei: Freie Wähler, ist ⇲ Inhaber des Blogs: „Theologe“ und gestaltet die politischen Flyer bzw. verbreitet er diese über seine V.i.s.d.P.:


    Flyer bzw. Handzettel bei Freie Wähler, Montage aus Quelle: ⇲ Freie Wähler

    Verlinkungen von Freie Wähler
    Alle drei Verlinkungen, die unter ⇲ „Links“ bei Freie Wähler angeführt werden (Theologe, Kirchenopfer, Spart euch die Kirche), führen zum Universellen Leben bzw. in dessen Umfeld/Netzwerke dessen.

    Es ist schon mehr als auffällig, wie offen hier von beiden Seiten agiert wird. Auf der einen Seite steht im Parteiprogramm der Freien Wähler: Trennung von Kirche & Staat, dabei streben sie genau das an; ihren „Glauben“, verbunden mit dem Staat. Und nichts anderes!

    Miese Tour von Scientology – die Kontrovers Story

    http://web.archive.org/web/20170214203450/http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/kontrovers/kontrovers-312~_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647.jpg?version=d9833

    ⇲ „Sag Nein zu Drogen – sag Ja zum Leben“: Unter diesem Motto betreibt ein gleichnamiger Verein nach eigenen Angaben Drogenaufklärung. Auf der Straße und in Schulen machte er jetzt Station. Wer steckt dahinter? Der ⇲ Verfassungsschutz warnt: Es handele sich um eine Nebenorganisation von Scientology …

    Eine Tour durch ganz Deutschland, Aktionen in sechs Städten, ein BMX-Star und eine Sängerin aus Los Angeles – der Verein „Sag Nein zu Drogen – sag Ja zum Leben“ hat sich einiges einfallen lassen, um in Fußgängerzonen und an Infoständen mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen.

    Was viele Passanten nicht wissen: Es kann sein, dass sie von einem Scientologen ins Gespräch verwickelt werden:

    http://web.archive.org/web/20170214203700/http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/kontrovers/drogenpraevention-stand-100~_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647.jpg?version=034a0

    Verein in Schulen unterwegs
    In den ausliegenden Broschüren findet sich zwar kein direkter Hinweis auf die Sekte, vor der der Verfassungsschutz warnt. Aber als wir zu recherchieren beginnen, finden wir schnell Hinweise für Verbindungen zwischen dem Verein und Scientology. Sogar in Schulen waren Vertreter des Vereins unterwegs. Die Schulleiter ahnten nicht, wen sie da in ihrer Schule zu Gast hatten. Offensichtliche Hinweise auf die Nähe des Vereins zu Scientology gab es nicht. Kritiker sprechen von einer Tarnorganisation.

    Was ist das für eine Tour? Worum geht es wirklich? Wer steckt hinter dem dubiosen Verein?

    Antworten in der Kontrovers Story:

    Quelle: ⇲ BR – Bayrischer Rundfunk

    ● ein Erfahrungsbericht eines Vaters über diese Kampagne auf dem ⇲ Blog: Sven Brier

    Weitere Hintergründe hierzu auf EBIS e.V./Krokodil: Scientology-Kampagne: ⇲ Verein „Sag NEIN zu Drogen- Sag JA zum Leben“

    Der Wotan in uns

    http://web.archive.org/web/20170212035155/http://www.natursymphonie.com/wp-content/uploads/2014/09/Mythologie_Klang_Web_01.jpg

    In allen Gesellschaftsschichten ist Esoterik angesagt. Das macht ihre Nähe zum rechten und verschwörungstheoretischen Gedankengut umso gefährlicher.

    ⇲ via Jungle World von Sebastian Loschert

    »Sie haben keine Bildung, aber auch keine Vorurteile«, schrieb der junge Friedrich Engels einmal voller Empathie über die englischen Arbeiter. Idealisierend, klar. Aber wahr ist auch, dass die gebildeten Klassen nicht notwendigerweise die aufgeklärtesten sind.
    Schauen wir uns in einem beschaulichen Eck des Berliner Bezirks Friedrichshain um. Hier scheint das Esoterikangebot im selben Maße zu wachsen, wie Mietspiegel und Bildungsgrad steigen.

    Beginnen wir an der Büste des Pädagogen Comenius in der Nähe der Warschauer Straße.
    Kaum verlassen wir das Grün des kleinen Platzes, begrüßt uns schon ein Engelchen an der Tür einer Heilpraxis. Reiki, eine Art universelle Lebensenergie, wird hier per Handauflegen übertragen. Dies biete »einen Zugewinn an innerer Ruhe, Kraft und Gelassenheit für gestresste Menschen«, erfahren wir auf der Website der Praxis – vor allem Manager und Führungskräfte seien die Zielgruppe. Wer sich fragt, ob dieses Reiki oder spirituelle Qi überhaupt existiert, findet nur zehn Meter weiter die richtige Anlaufstelle: »Freiraum für neue Wissenschaften und geistige Existenz«, ist auf einem großen Schild zu lesen. Es scheint sich dabei um ein esoterisches Lokal alter Schule zu handeln, jedenfalls ist weder eine Eingangstür zu entdecken, noch erlauben die schmutzigen Fenster Einblick in das düstere Innere. Der Selbstdarstellung im Internet zufolge befindet sich darin ein Quantenphysiker, der »in den letzten 30 Jahren eine Grundlagentheorie erarbeitet (hat), mit der sich erstmals alle Kräfte, Teilchen und Vorgänge im Universum vollständig, direkt und einheitlich erklären lassen«.

    Auf der anderen Seite des Platzes ist es moderner. Hier präsentiert ein Yoga-Studio »hoch effektive Yoga-Traditionen«, die Spezialität lautet »Hot Yoga«, auch Yoga-Reisen nach Indien werden angeboten. In der abzweigenden Kopernikusstraße geht’s zurück ins Mittelalter, hier könnte man sich von einer Malerin aus der Hand lesen lassen. Um die Ecke entdecken wir ein wahres Paradies alternativer Heilmethoden. Eine »Praxis für Ganzheitsmedizin« bietet Cranio-Sacral-Therapie, Ozon-Therapie und Eigenblutbehandlung an. Eine Heilpraktikerin daneben hat »diverse Thai-, Yoga- und Osteo-Pakete« im Angebot, die »auch für zuhause gebucht« werden können. Alles gegen Stress, logisch. Direkt gegenüber gibt es eine weitere Praxis für die alternative Medizinkonzeption Osteopathie. Wir lassen diverse Thai-Massage-Salons, Nagelstudios, den Attac-Treff und eine Erlebnishaarwäsche links liegen und schon befinden wir uns auf der Grünberger Straße. »Beauty & Spirit« gibt’s hier: »Reiki Wellness, Shamanic Reiki, spirituelle Pigmentierung, japanische/chinesische Astrologie, Seminare und Workshops«. Nebenan noch eine Naturheilpraxis für Homöopathie, Traditionelle Chinesische Medizin, Yin und Yang mit Behandlung auf dem angeschlossenen Gutshof in Mecklenburg-Vorpommern.

    Esoterische Vorstellungen und Praktiken haben sich in den vergangenen Jahren weit in der Gesellschaft verbreitet. Mitte der neunziger Jahre waren es noch vor allem linke Autorinnen und Autoren wie Peter Kratz oder Jutta Ditfurth, die vor dem damals relativ neuen Esoterik-Boom warnten. Sie bezogen die wundersamen Ideologien immerhin auf die gesellschaftliche Realität im Kapitalismus, allerdings verstanden sie die (Re-)Spiritualisierung wesentlich als Elitenprojekt, das »den Kapitalinteressen« nütze und die Köpfe der Menschen für eine neue Phase des Faschismus »zurichte«. Eine Perspektive, die die Ursachen für das esoterische Bedürfnis selbst ausblendete.

    Dass Religion und Spiritualität im permanent krisenhaften Alltag durchaus ein »Mittel zur Alltagsbewältigung« (Maria Wölflingseder) darstellen, wurde und wird relativ selten thematisiert. Auch das Verzweifeln an bürgerlich-kapitalistischer Rationalität spielt eine Rolle. Wo alle qualitativen Unterschiede zugunsten des Werts ausgelöscht werden, schrieb Wolfgang Pohrt 1976, erscheine »die abergläubische Logik des Wilden, der dem Regengott opfert, um ihn zu versöhnen, neben den sinnverlassenen Kalkulationen des Wirtschaftswissenschaftlers als erhabene Vernunft«. Wie der Warenfetisch der Warenproduktion, so haftet esoterisches Denken der kapitalistischen Gesellschaft an.

    Abzulehnen ist esoterisches, magisches, mythisches Denken freilich trotzdem: Nicht nur weil es als Kitt für das falsche Ganze dient, sondern auch wegen seiner Nähe zu antiemanzipatorischen bis neonazistischen Vorstellungen. Der Glaube an Schicksal und eine »ewige Ordnung«, die Betonung des Übersinnlichen, Unbewussten oder Naturhaften sind mit dem Versuch einer rationalen Einrichtung der Gesellschaft nicht vereinbar.
    So interpretierte der bei Esoterikern ungebrochen populäre Carl Gustav Jung 1936 den Erfolg der Nationalsozialisten als ein »Wiedererwachen« des nordischen Gottes Wotan. Wotan sei »eine germanische Urgegebenheit«, eine »Grundeigenschaft der deutschen Seele«. Die Deutschen seien deshalb weniger Handelnde als vielmehr »Erleidende« oder schlicht Gottergriffene.

    Der Wunsch der rechtsextremen Esoteriker, in die Wälder Germaniens zurückzukehren, wird etwa am Sortiment des Versandhauses der »Deutschen Stimme«, dem Organ der NPD, deutlich. Da gibt es von Wurzelholzschalen, Feenfiguren, Thorhämmern bis Odin-Wanderstäben alles, was das regressive Herz begehrt. Neben dem Neopaganismus, der der jüdisch-christlichen Religion als weniger abstrakt, »natürlicher« oder »artgerechter« entgegengesetzt wird, hat auch die Ökologie eine lange Tradition in der rechten Szene.
    Neuheidentum und braune Ökologie finden sich heute in der Bewegung der »völkischen Siedler« zusammen, die in verwaisten ländlichen Gebieten einen »arischen« Lebensstil pflegen.

    Auch zwischen Esoterik und Verschwörungsideologien besteht eine enge Beziehung. Man kann davon ausgehen, dass die allermeisten Esoteriker, sobald sie sich auf politisches Terrain begeben, in Verschwörungskategorien denken.
    Einzelne Beispiele wären der Buchautor ⇲ Jan van Helsing und ⇲ Ryke Geerd Hamer, der Erfinder der ⇲ »Germanischen Neuen Medizin«.
    Als Scharnier funktioniert Wolfgang Wippermann zufolge der »Begriff der ›Ganzheitlichkeit‹«, der »ein einfaches und zugleich binäres Erklärungsmodell für alle Probleme der Welt« anbiete. So setzt das esoterische Denken in Gegensatzpaaren, in hell und dunkel, gut und böse oder Yin und Yang, eine hinter den Erscheinungen existierende kosmische Ordnung oder Kraft voraus. Auf politische Verhältnisse übertragen entsteht daraus das Konstrukt einer absoluten Verschwörung einzelner Machtzentren gegen das übrige, »gute« Volk.

    Während der Montagsmahnwachen 2014 wurden derlei Vorstellungen in ganz Deutschland öffentlich vorgetragen.
    Hinter den Protesten auf dem Maidan in Kiew stecke die Nato, dahinter die USA, die wiederum bloß Spielball der Zentralbank Fed sei. Diese wahnhafte Beschreibung wird für »wahr« in einem absoluten, statischen, ahistorischen Sinn gehalten, der an religiös-fundamentalistische Wahrheitsbegriffe gemahnt. Diese Wahrheit könne im Prinzip jeder erkennen, der guten Willens sei, weshalb jede abweichende Meinung eine »Lüge« darstelle. Oder, wie sich Mahnwachen-Organisator ⇲ Lars Mährholz im Interview mit ⇲ Ken Jebsen ausdrückte: Es komme darauf an, dass »man sich die richtigen Informationen reinzieht«, denn »es gibt eine Wahrheit, die ist wahr, und das muss man halt mal erkennen«. Geld, Volk und Wahrheit werden in dieser Szene gleichermaßen verhimmelt wie verdinglicht.

    Schließlich ist auch das Milieu der »Reichsbürger« teilweise von esoterischen Ideen durchsetzt.
    Besonders deutlich wurde dies in den vergangenen drei Jahren beim – nun vielleicht schon bald bankrotten – »Königreich Deutschland« des charismatischen Führers ⇲ Peter Fitzek.
    Auf dem Vereinsgelände in Wittenberg soll eine »Klinik für ganzheitliche Gesundheit« entstehen, in einem »Lichtzentrum« wurden Seminare unter anderem zur »Germanischen Neuen Medizin« veranstaltet, im angeschlossenen Laden »Engelswelten« konnte mit der eigenen Regionalwährung, dem »Engel«, bezahlt werden. Dass der neue Eso-Staat allerdings nicht liebevoller mit Querulanten umgeht als die echte BRD, wurde 2013 klar, als Fitzek vor laufender Kamera eine quasi liberal-bürgerliche Revolte der Untertanen in absolutistischer Manier niederschlug. »Ich bin immer noch leistungsfähiger als ihr alle«, triumphierte er danach.
    Einem seiner Anhänger musste der Monarch schließlich selbst die Augen öffnen. »Thoralf«, sagte er, mit der Verfassung in der Hand, »wir haben hier keine Demokratie.«

    Peter Brunck & die Academy for Future Health (AFFH)

    http://web.archive.org/web/20170213061354/https://www.welt.de/img/vermischtes/weltgeschehen/mobile110035406/3301621127-ci23x11-w960/Dominican-Republic-Germany-Doomsday-Sect.jpg

    Interpol statt Weltuntergang

    ⇲ Sektenführer Peter Brunck wollte in der Karibik eine Art Ministaat gründen, alles fußte auf kruden Theorien und Heilsversprechen. Doch sein Reich bekam Brüche, und seine Karriere endete nicht mit dem Weltuntergang, von dem er immer sprach – sondern mit einer Razzia.

    via ⇲ Spiegel Online
    Als die letzte Kugel in der Wohnanlage „La Mulata 3″ bei Sosúa in der Dominikanischen Republik verschossen war, und sich die Mitglieder der „Akademie für zukünftige Gesundheit“ (auch Academy For Future Health – AFFH) ergeben hatten, staunte die Polizei über den gepanzerten Chevrolet Yukon im Wert von 248.000 Dollar, den sie dort fand. „So einen Wagen hat ja noch nicht einmal unser Präsident“, sagte einer ihrer Offiziere.

    Dabei war Peter Brunck durchaus so etwas wie der Präsident auf Mulata 3, zumindest führte er sich so auf. Mit etwa 30 Anhängern hatte er dort hinter Stacheldraht und Elektrozaun sein Reich gegründet. Sie schirmten sich ab gegen die angebliche Verderbtheit der Welt, gegen Kriminalität, Korruption und Sittenverfall, horteten Waffen und Munition. Gemeinsam warteten sie auf den Weltuntergang am 21. Dezember dieses Jahres. Doch noch bevor sie in eine neue Welt eintreten konnten, sorgten ganz irdische Gründe für ein vorzeitiges Ende des Projekts.

    Am Mittwoch der vergangenen Woche wollte die Polizei das Domizil von Brunck durchsuchen, sie stieß auf Gegenwehr, es kam zu einem Feuergefecht. Ein ⇲ Sektenmitglied starb, Brunck sitzt nun in Untersuchungshaft.

    Bruncks Ideen von kosmischen Strahlen und fernen Welten
    Der Mann aus der deutschen Provinz, der nach dem Hauptschulabschluss 1967 eine Lehre zum Orthopädiemechaniker machte, ist alles andere als bescheiden. Er nennt sich Naturwissenschaftler und Religionsphilosoph, angeblich studierte er Maschinenbau und promovierte im ehemaligen Jugoslawien in „Elektrotherapie“. Das Amtsgericht Mayen verurteilte ihn 2000 wegen Titelmissbrauchs zu einer Geldstrafe, damals nannte er sich noch Professor. Ein von ihm entwickelter „Mitos-Computer“ könne selbst Todkranke heilen. Den Apparat, den natürlich nur er selbst programmieren kann, bezeichnete ein Richter später als „Humbug, der nur vertrieben werde, um alten kranken Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen“.

    Das indes gelang ihm vortrefflich. Brunck, der eigentlich nie einem wirklichen Beruf nachgegangen ist, entwickelte krause Ideen von perfekten Persönlichkeiten, kosmischen Strahlen und fernen Welten. Seine Seminare kosten schon mal 650 Schweizer Franken für ein Wochenende, er versprach Todkranken Genesung und gescheiterten Unternehmern Erfolg. Zuletzt plante er eine „Seminarreise rund um die Erde“. Logisch, dass nur die anderen zahlten, genauso wie für seinen Lebenstraum in der Karibik.

    Bis dahin war es ein weiter Weg. Der Durchbruch kam mit seiner zweiten Frau, einer Grundschullehrerein für Musik und katholische Religion, die er Anfang der neunziger Jahre geheiratet hatte. 1995 saßen sie in ihrem gemieteten Haus in Plaidt bei Koblenz und träumten von der großen Welt. Irgendwann fiel ihr Blick auf ein stattliches Anwesen von 15.000 Quadratmetern in Durban, Südafrika, angeblich mit dem „größten Privatpool“ der Stadt und mehreren Häusern. 1,5 Millionen Mark sollte es kosten, ein Schnäppchen angesichts der Größe, aber viel zu viel für die Bruncks.

    Obwohl sie es sich nach eigener Aussage nicht im Entferntesten leisten konnten, flogen sie nach Südafrika und schauten es sich an. „Was wir zu sehen bekommen, ist überwältigend. Nie im Leben haben wir ein solches Anwesen für uns in Betracht gezogen“, schreibt Brigitte Brunck später.

    Die Kirchenglocke kam aus der Eifel
    Es fügt sich, dass sie eine Frau treffen, die kurz davor steht, wegen jahrelanger Diabetes ihr Bein zu verlieren. Da sie angeblich Bruncks Wunderwirken die Heilung verdankt, überredet die Frau ihren Vater, das Haus zu kaufen, als Familienstiftung zunächst. „Letztlich möchte sie es jedoch für uns, aus Dankbarkeit für ihr gerettetes Bein“, wie Brigitte Brunck später schreibt.

    Dort gründeten Bruncks die „Akademie für zukünftige Gesundheit“, sie reden nur noch von „unserem Haus“, von der Spenderin ist keine Rede mehr. Bruncks Anhänger reisten an, er zeigte ihnen das Land, hielt seine Seminare und baute so das Anwesen aus. Doch irgendwann gab es Stress, Hals über Kopf reisten sie ab und ließen alles hinter sich.

    Brunck hatte die Karibik als neues Ziel entdeckt, die Dominikanische Republik, von der er offenbar hoffte, dass sie korrupt genug sei, um ihn in Ruhe zu lassen. Dort baute Brunck sein Reich systematisch zu einem Hochsicherheitstrakt mit eigener Energie- und Wasserversorgung aus. Er sicherte das 160.000 Quadratmeter große Gelände mit Elektrozäunen und Wachleuten, überwachte alles mit Kameras.

    Tagsüber mussten seine Anhänger schuften, abends gab es Meditation. „Der Friede des Herzens ist das Paradies der Menschen“, steht auf einer Kirchenglocke, die sie eigens aus Brockstedt an der Eifel in die Karibik kommen ließen und die täglich zweimal läutete, mittags um zwölf und abends um sechs Uhr.

    Dabei unterließ Brunck nichts, um es sich mit seinen neuen Nachbarn zu verscherzen. Er erklärte sich zum Verwalter der gesamten Anlage, ließ Zäune und Wachtore errichten, er wollte alles unter seine Kontrolle bringen. Er klemmte Wasserleitungen ab und ließ die Einfahrten bewachen. Einen Nachbarn, dessen Hund er erschossen hatte, erwarteten seine Anhänger mit schwarzen Kapuzen und Kerzen in der Hand. Als der Mann erschien, bliesen sie das Licht aus. Mitunter standen er und seine Nachbarn sich gleichzeitig mit Polizisten und Staatsanwälten gegenüber.

    Von Feinden umzingelt
    Wie durch ein Wunder wurde Brunck immer reicher. Sein ⇲ Anwalt, Wilson Garcia, war Generalsekretär der damals regierenden ⇲ Partei PLD und verfügte über exzellente politische Beziehungen. Am 6. April 2006 wurde Garcia in seinem Büro erschossen, der Mord ist bis heute nicht aufgeklärt.

    Nun wurde auch Brunck vorsichtig. Er trug eine kugelsichere Weste und verließ das Anwesen kaum noch allein. Am 13. Dezember 2006, auf der Rückfahrt von einer Gerichtsverhandlung in der nahen Stadt Puerto Plata, hätte es auch ihn beinahe erwischt. Zwei Männer auf einem Motorrad feuerten auf den Sektenführer. Seine Weste rettete ihm das Leben, Kugeln durchbohrten lediglich seine Hand. Die Täter wurden nie gefasst.

    Brunck sah sich von Feinden umzingelt. Er baute das Anwesen noch mehr zu einer Festung aus und verkündete den nahen Weltuntergang. Sogar einen Schutzraum gegen „radioaktiven Fallout“ ließ er bauen. Das Sonnensystem sei in einen „Photonengürtel“ eingetreten und gleite bis 2012 durch eine Sphäre von zwölf „gigantischen Wirbeln aus intensiven Lichtbändern“. Dabei drängten Lichtteilchen tief in die Erde ein und veränderten die Materie. Moleküle verlören an Masse und dehnten sich aus. „Wer nur der Materie gefrönt und auch keine volle Kontrolle über Gefühle und Gedanken erlangt hat, kann sich an die neue Schwingung nicht anpassen und verbrennt innerlich“, predigte Brunck.

    Nur wer Bruncks Prozesse der seelischen Reinigung erfolgreich durchlaufen habe, sei in der Lage, sich an die neue Planetenschwingung anzupassen, in „höhere Gefilde aufsteigen und die angekündigten paradiesischen Zustände erleben“ zu können. Am 21. Dezember solle der „Aufstiegsritt in das fünfdimensionale Bewusstsein“ erfolgen. Bruncks Credo: „Es wird das erste Mal in der Erdengeschichte sein, dass der menschliche Körper lebendig transformiert wird.“ Als neue Spezies Mensch würden sie dann eine neue Erde bewohnen.

    Per Bulldozer gegen ein Gerichtsurteil
    Doch allem Friedensgeschwafel auf La Mulata zum Trotz gab es Streit in seinem Paradies. Anhänger berichten, Klaus M., jahrelang seine rechte Hand, habe selbst das Kommando übernehmen wollen. Er scharte einen Teil der Leute um sich, jetzt gab es zwei verfeindete Lager.

    Brunck griff zu den üblichen Methoden. Er baute einen Zaun quer durchs Anwesen, er stellte das Wasser ab, verbot die Nutzung von Wegen. Die anderen gingen zu Gericht, klagten, bekamen recht. Brunck ging auf Konfrontation, er wollte wie immer gewinnen. Seine Frau verließ das Lager mit den zwei gemeinsamen Kindern und ging zurück nach Deutschland. Hatte sie genug von ihm, oder bereitete sie die Zeit nach dem Weltuntergang vor?

    Dienstag vor einer Woche eskalierte die Lage. Brunck ließ einen Bulldozer kommen und eine Schneise mitten durch den Urwald brechen. Damit wollte er ein Urteil aushebeln, das seinen Gegnern den Zugang zum Grundstück über seine Straße ermöglichen sollte. Als Kommunalbeamte das verhindern wollten, vertrieb er sie mit Gewehrschüssen.

    Damit hatte er es wohl übertrieben. Am nächsten Morgen, Mittwoch vergangener Woche um 8.30 Uhr Ortszeit, stand ein Polizeikommando mit einem Durchsuchungsbeschluss vor der Tür. Doch Brunck wollte nicht aufgeben. Sein Anhänger Peter D. eröffnete das Feuer. Rund eine Stunde dauerte die Schießerei, dann war Peter D. tot, drei Polizisten waren verletzt. Im Haus fand man Kriegswaffen, einen Schießstand, einen Krankenwagen und diverse Unterlagen, die nun ausgewertet werden.
    Untersucht wird nun auch, woher das ganze Geld kam, mit dem Brunck sein Reich finanzierte.

    Geheimgesellschaften – 3sat Themenabend Teil I

    http://web.archive.org/web/20170215173820im_/http://www.3sat.de/imperia/md/images/schwerpunkte2/2011/tt_geheimegesellschaften/00_aufmacher1b_n_481x270.jpg

    Geheimgesellschaften
    Sie treffen sich in verborgenen Zirkeln, verfolgen konspirativ ihre Ziele: Geheimgesellschaften üben eine große Faszination aus. In zahlreichen Büchern und Filmen erlebt das Interesse an Geheimorganisationen und Verschwörungstheorien eine Renaissance.

    Geheimbünde wie die Freimaurer, die Illuminaten und die Tempelritter umgibt nicht nur die Aura des Mystischen oder Geheimnisvollen – sie beschwören Gedanken an verschlüsselte Codes und Bilder von unsichtbaren Mächten und Machenschaften herauf.
    Doch ziehen sie im Zeitalter der Information immer noch aus dem Hintergrund die Fäden, sei es in der Politik, der Wirtschaft oder in den Medien?

    Rund 25 Dokumentationen, Dokumentar- und Spielfilme werfen einen Blick auf die Geschichte und Ziele von Geheimgesellschaften.
    Die Bandbreite reicht von Geheimgesellschaften, deren Mitglieder sich humanistischen, religiösen oder politischen Zielen verpflichtet fühlen, bis hin zu staatlichen Geheimdiensten mit ihren Undercover-Aktionen.
    Auch mafiöse Vereinigungen bedienen sich der Rituale von Geheimgesellschaften ebenso wie Sekten.

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    Leider gibt es vom 3sat-Themenabend über Geheimgesellschaften fast keine Infos mehr, die Internetseite auf 3sat dazu ist gelöscht, ein ⇲ Archiv-Link konnte ich dazu aber noch recherchieren.
    Ein Bericht vom ⇲ tagesspiegel aus 2011 ist hier zu lesen.

    Die Sendungen daher nur noch in verkürzter Form im Überblick:

    1. Im Zeichen des heiligen Bluts – König Artus und die Suche nach dem Heiligen Gral
    http://web.archive.org/web/20130730103721im_/http://www.3sat.de/imperia/md/images/rubriken/planung/2011/07_juli/1707_gral4_n_481x270.jpg
    -- Der zur Legende gewordene König Artus verteidigte im sechsten Jahrhundert Britannien gegen Eindringlinge vom Kontinent --

    Der Heilige Gral gehört zu den großen Mythen der abendländischen Kultur. Seit den Kelten gibt es die Sage um ein Gefäß, das die Toten zum Leben erwecken soll. Die Christen machen den Gral zum heiligen Segenspender, zum Gefäß des Blutes Christi.
    In ganz Europa übt die Suche nach dem mythischen Objekt mit den wunderbaren Eigenschaften schon seit Jahrhunderten Faszination auf die Menschen aus. Aber hat es den Gral jemals wirklich gegeben?

    Der Film „Im Zeichen des heiligen Bluts – König Artus und die Suche nach dem Heiligen Gral“ begibt sich auf die Fährte des Heiligen Grals und verfolgt seine Spuren quer durch Europa und den Orient. Auf den britischen Inseln und in Nordfrankreich beginnt eine spannende Zeitreise, die ins Reich der Kelten an den Hof des legendären König Artus und in die mittelalterliche Welt der Ritterromane führt.

    Zwischen Wahrheit und Fiktion versuchen moderne Gralssucher mit ihren Theorien, den „Geheimcode“ des Grals zu entschlüsseln und sein Geheimnis zu lüften.

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    2. Geheimakte Jesus: die Evangelien der Ketzer
    http://web.archive.org/web/20170215174158im_/http://www.3sat.de/imperia/md/images/rubriken/planung/2009/04_april/1004_jesus4_n_481.jpg
    -- Bevor man erkannte, um was für einen Schatz es sich handelt, wurden Teile der wertvollen Papyri aus Nag Hammadi verbrannt --

    Als vor zwanzig Jahren ein ägyptischer Händler dem internationalen Kunsthandel eine jahrtausendealte Schriftensammlung anbietet, ahnen Experten, dass sich dahinter eine Sensation verbirgt. Eines der Manuskripte trägt nämlich den Titel: „Das Judas-Evangelium“. Zehn Millionen Dollar verlangt der Ägypter. Eine Summe, die keiner aufbringen kann.
    Die Verkaufsgeschäfte, die zwischen Kairo, der Schweiz und den USA hin und her gehen, scheinen dem Szenario eines Krimis entnommen zu sein: Betrug, Zahlungen von Schmiergeldern und Raub. Am Ende erwirbt eine wohlhabende Stiftung das mittlerweile in Tausende von Fragmenten zerfallene Manuskript. Heute wird es in der Schweiz in mühseliger Detailarbeit rekonstruiert.

    Sensationeller Fund stellt „historischen“ Jesus in Frage
    Ein Evangelium des Judas? Wir kennen die vier Evangelien des Neuen Testaments, in denen die Lebensgeschichte von Jesus und seinen Jüngern aufgeschrieben ist. Sie sind die „Gründungs-
    charta“ des Christentums. Aber zum Erstaunen der meisten Menschen gibt es auch andere so genannte „Evangelien“. Sie wurden in Oberägypten bei dem Ort Nag Hammadi vor mehr als einem halben Jahrhundert gefunden: eine große Sammlung, die ein ganz anderes Bild von Jesus und seinen Anhängern vermittelt.

    Beruht unser Wissen über das Leben Jesu auf einseitig ausgerichteten, auf manipulierten Informationen? Ist das, was unsere Bibel über Jesus berichtet, vielleicht falsch? Schon das frühe Christentum war sich uneinig. Unterschiedliche Glaubensrichtungen bekämpften sich. Einige Gruppen schlossen sich zu Geheimbünden zusammen, deren Glaube und deren Rituale streng gehütet wurden. Sie beriefen sich auf eigene „Evangelien“. Von ihren Gegnern wurden sie als „Ketzer“ verfolgt.

    Archäologische Spurensuche in Israel und Ägypten
    Der Film „Geheimakte Jesus – Die Evangelisten der Ketzer“ konfrontiert den Zuschauer mit neuen Informationen über Jesus, wirft an Hand der sensationellen Funde in Ägypten Licht auf die explosive Frühzeit der jungen Religion und stellt unser Wissen vom „historischen“ Jesus in Frage.

    Archäologische Spuren werden in Israel und Ägypten verfolgt. Naturwissenschaftliche Untersuchungen sollen Alter und Beschaffenheit der Schriften bestimmen. Die Filmemacher sprechen mit Experten in Europa und den USA. Schließlich soll ein „human laboratory“, ein mit Experten besetztes Labor, Antworten auf die Frage finden: Wenn die „Evangelien der Ketzer“ stärkere Verbreitung und Anerkennung gefunden hätten, wie wäre dann die Geschichte des Christentums verlaufen?

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    3. Kreuzzug in die Hölle – Die Tempelritter
    http://web.archive.org/web/20130323071841im_/http://www.3sat.de/imperia/md/images/rubriken/planung/2006/11_november/1611_kreuzzug3_n_481.jpg
    -- Ein Franziskaner liest die Anklageschrift vor, in der dem Orden der Tempelritter Ketzerei vorgeworfen wird --

    13. Oktober 1307. In Frankreich wird an einem einzigen Tag die gesamte militärische Elite Europas verhaftet. Eine mächtige und unermesslich reiche Organisation wird zerschlagen. Die Tempelritter werden zu Opfern der Inquisition. Wie kam es zur Vernichtung des mächtigsten Ordens der christlichen Welt?
    Am 13. Oktober 1307 werden Tausende von Männern in allen Teilen Frankreichs festgenommen. Es ist der Auftakt zu einer Verhaftungswelle, die bald über ganz Europa hinwegrollt. Das Ziel ist die Zerschlagung des Templerordens, einer der mächtigsten Organisationen des Mittelalters und noch heute geheimnisumwittert.

    Die Herrschaft der Ritter vom Orden des Tempels reichte vom Norden Europas bis nach Sizilien und von Portugal bis nach Jerusalem. Die Tempelritter galten als das Symbol einer 200-jährigen Herrschaft, die den Feinden des Christentums das Fürchten gelehrt hatte. Mit der Kreuzzugbewegung erlebten die Tempelritter einen steilen Aufstieg. Bald übernahmen sie die militärische Hoheit in eroberten Gebieten, hatten Polizeigewalt über christliche Heiligtümer und kontrollierten die Handelswege. Die über Ländergrenzen hinweg operierende Organisation wurde zu einem starken und äußerst wohlhabenden Machtapparat, der allein dem Papst in Rom unterstand. Nach der Rückeroberung des Heiligen Landes durch die Muselmanen gerieten die Tempelritter in eine Interessenkollision zwischen Papst und französischer Krone. Wie war es möglich, dass die als äußerst tapfer und furchtlos angesehenen Elitesoldaten zu willenlosen Opfern in den Schauprozessen der heiligen Inquisition wurden?

    Der Film rollt die Verfahren der Inquisition anhand historischer Akten wie auch aktueller Erkenntnisse noch einmal auf.

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    4. Tempel, Logen, Rituale – Die Freimaurer
    http://web.archive.org/save/_embed/http://tubestatic.orf.at/static/images/site/tube/20150624/tempel-logen-rituale-geheimnisse-der-freimaurer-1.5369123.jpg
    -- Eine Zeitreise von den Wurzeln des Bruderbundes beim Tempelbau König Salomons vor über 2.000 Jahren bis zur Logenarbeit heute. Interviews mit Freimaurern, Wissenschaftlern und Kirchenrechtlern geben Einblick in eine geschlossene Gesellschaft. --

    Es gab eine Zeit, da gehörte es zum guten Ton, Freimaurer zu sein. Die geistige Elite traf sich in Logen: Johann Wolfgang von Goethe, Wolfgang Amadeus Mozart, Friedrich der Große, Caspar David Friedrich, Heinrich Heine, Albert Lortzing, Benjamin Franklin, Gustav Stresemann – sie alle waren Freimaurer.
    Sagenhafte Bauwerke wurden zum geheimen Symbol der immer mächtiger werdenden Bruderschaften – zum Beispiel das Leipziger Völkerschlachtdenkmal. 1935 wurde die Freimaurerei von den Nationalsozialisten verboten, die Logen wurden enteignet und bekennende Freimaurer in Konzentrationslager gebracht. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten die Brüder ihre Aktivitäten in der Bundesrepublik wieder aufnehmen, in der DDR blieben sie verboten. Heute sind sie wieder in ganz Deutschland aktiv. In Nordhausen zum Beispiel steht Volker Vogt der Loge „Zur gekrönten Unschuld“ vor. Als stellvertretender Direktor eines Gymnasiums geht er mit seiner Mitgliedschaft bei den Freimaurern sehr offen um und gewährt Einblicke in die Logenarbeit.

    Der Film „Tempel, Logen, Rituale“ begibt sich auf eine Zeitreise von den Wurzeln des Bruderbundes beim Tempelbau König Salomons vor über 2.000 Jahren bis zur Logenarbeit heute. Gespräche und Interviews mit Freimaurern, Wissenschaftlern und Kirchenrechtlern, die sich viele Jahre mit der Geschichte und den Zielen der Freimaurerei beschäftigt haben, geben Einblick in eine geschlossene Gesellschaft.

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    5. Geheimakte Sakrileg: Der Mythos von Rennes-le-Château
    http://web.archive.org/web/20170215193824/https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f5/Altar_Rennes-le-Chateau.jpg
    -- Die Geheimgesellschaft „Prieuré de Sion“ hütet angeblich seit Jahrhunderten ein explosives Wissen über Jesus --

    Ende des 19. Jahrhunderts kam der Gemeindepriester von Rennes-le-Château, einem kleinen Nest am Rand der französischen Pyrenäen, zu unerklärlichem Reichtum. Bei der Renovierung der Dorfkirche fand er angeblich ein rätselhaftes Pergament mit einer chiffrierten Botschaft in Latein: „Dieser Schatz gehört Dagobert II. und Sion und er ist der Tod“, lautet der entschlüsselte Code.
    Nachdem der französische Autor Gérard de Sède die brisante Botschaft, die ihm nach eigener Aussage anonym mit der Post zugeschickt wurde, in den 50er-Jahren veröffentlichte, entwickelte sich eine Verschwörungstheorie um eine Clique aus Prominenten und eine mysteriöse Gesellschaft mit Namen „Prieuré de Sion“.

    Das Geheimnis der „Prieuré de Sion“
    Unter ihren Mitgliedern, so heißt es, kursiert ein Geheimwissen, das die gesamte christliche Überlieferung aus den Angeln heben könnte. Am erfolgreichsten bereitete der amerikanische Autor Dan Brown die vielfach aufgelegte These in seinem Roman „Sakrileg“ auf. Dan Brown stützt sich auf den Sachbuch-Bestseller „Der heilige Gral und seine Erben“. Darin poliert der britische Journalist Henry Lincoln mit zwei Ko-Autoren den schlagzeilenträchtigen Stoff auf, obwohl sich das ominöse Dokument aus Rennes-le-Château längst als modernes Papier aus einem Schreibwarenladen und somit als üble Fälschung entpuppt hatte.

    Wie die Verfasser behaupten, kam Saunière durch die Entdeckung des Pergaments zufällig hinter das Geheimnis der „Prieuré de Sion“. Die Jahrhunderte alte, eingeschworene Gemeinschaft bewahre ein explosives Wissen, schreiben sie: Jesus hatte Kinder mit Maria Magdalena. Ihre Nachkommen heirateten in die Linie der Merowinger, der ersten französischen Könige, ein. Der „Schatz“, von dem der Text spricht, sei eben jenes Geheimwissen über die „Blutlinie“ Jesu, das über den Merowingerkönig Dagobert zu den Tempelrittern gelangte und schließlich an die „Prieuré de Sion“ weitergegeben wurde.

    Nur ein harmloser Club
    Als Beweis für die spektakuläre These führt das Team um Lincoln unter anderem ein Dokument aus der Bibliothéque Nationale in Paris an. Dort liegt ein kleines Konvolut von Papieren aus einem privaten Nachlass. Es enthält tatsächlich eine Liste aller vermeintlichen Vorsitzenden der „Prieuré de Sion“, darunter so illustre Personen wie Leonardo da Vinci, Isaak Newton, Victor Hugo oder Jean Cocteau. Die Aufzeichnungen stammen aus dem Jahr 1967 – so viel verrät das Deckblatt. Wie viele andere, sieht auch Sakrileg-Autor Dan Brown in der unscheinbaren Zettelsammlung den überzeugenden Beweis für die Existenz der prominenten Verschwörerbande.

    Die Recherchen des „Terra X“-Teams kommen zu einem ganz anderen Ergebnis. Sie führen auf die Spur des Franzosen Pierre Plantard, eines Hochstaplers und verurteilten Betrügers. 1956 gründete er in der Nähe von Genf einen katholischen Laienverein, eben jene angeblich Jahrhunderte alte „Prieuré de Sion“. Wie es ihm, seinen Freunden und einer Reihe von Schriftstellern gelang, den harmlosen Club zur angeblich größten Verschwörung in der Geschichte der Menschheit hoch zu stilisieren, ist ein Coup, der im internationalen Journalismus keine Parallele findet.

    Eine Legende lässt die Kassen klingeln
    Die filmische Detektivgeschichte entzaubert in aufwändigen Inszenierungen und Dokumentaraufnahmen die gewinnträchtige Legende, die nicht nur in Rennes-le-Château seit vielen Jahren die Kassen klingeln lässt. Eine Legende, die eigentlich gar keine ist. Selbst die immensen Summen, mit denen Abbé Saunière seinen prächtigen Landsitz finanzierte, finden eine profane Erklärung. Sie stammen von gutgläubigen Katholiken, die dem Priester Geld schickten, damit er Messen für sie lese. Doch sein Leben reichte nicht aus, um die unzähligen Gottesdienste zu halten, für die er im Voraus entlohnt wurde.

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    6. Die großen Verschwörungstheorien
    http://web.archive.org/web/20130730072337im_/http://www.3sat.de/imperia/md/images/rubriken/planung/2010/12_dezember/3012_1109_n_481x270.jpg
    -- Zusammengestürztes World Trade Center nach dem Terroanschlag --

    Apollo 11 ist in einem Filmstudio gelandet – und nicht auf dem Mond. Der 11. September 2001 war eine „große Lüge“. Und natürlich hütet die US-Regierung in einem geheimen Hangar lebendige oder mindestens konservierte Aliens.
    Das Phänomen kannten schon die alten Römer: Verschwörungstheorien finden seit Jahrtausenden ihre Anhänger – meist entgegen jeder Logik.

    Aber weshalb sehnen sich so viele Menschen nach höheren Mächten, die Schicksal spielen? Wie lässt sich erklären, dass Umfragen zufolge ein Fünftel aller Deutschen für möglich hält, die Regierung um George W. Bush habe ihre Hände bei den Terroranschlägen am 11. September im Spiel gehabt? Warum haben es klare Fakten in der Gemeinde der Verschwörungstheoretiker so schwer gegen bizarre Vermutungen?

    In dem Film aus der Reihe „ZDF-History“ gehen Psychologen und Medienwissenschaftler dem Phänomen der Verschwörungstheorien auf den Grund.

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    7. Der Kennedy-Mord- Mythos und Wahrheit
    http://web.archive.org/web/20170215202325/https://images.nzz.ch/eos/v2/image/view/620/-/text/inset/85dce091/1.18189335/1384968016/kennedy-teaser-original.jpg
    -- US-Präsident John F. Kennedy --

    Das Attentat auf John F. Kennedy ist der größte ungelöste Mordfall des 20. Jahrhunderts. Noch immer ist umstritten, wer am 22. November 1963 in Dallas die tödlichen Schüsse auf den 35. Präsidenten der USA abfeuerte. War es tatsächlich der Einzeltäter Lee Harvey Oswald, wie es regierungsamtlich in den USA heißt? Oder gab es eine Verschwörung, die zum Attentat führte? – Experten und Historiker ziehen Resümee.
    Die Zweifel an der offiziellen Position, die im sogenannten „Warren-Report“ zum Ausdruck kommt, sind in den letzten Jahren gewachsen. Jetzt deuten jüngst geöffnete Geheimdienst-Akten, Autopsieunterlagen und Abhörprotokolle des FBI auf einen anderen Täterkreis hin.

    Drahtzieher Fidel Castro?
    Zahlreiche Rätsel und Verschwörungstheorien ranken sich um den Schicksalstag von Dallas. Gab es einen oder mehrere Schützen? Welche Rolle spielte der US-Geheimdienst CIA? War die amerikanische Mafia in den Mord an John F. Kennedy verstrickt? Handelte Lee Harvey Oswald im Auftrag der Sowjetunion oder Kubas?

    An erster Stelle in der Galerie der Tatverdächtigen stand zuletzt Kubas Staatsoberhaupt Fidel Castro, der selbst mehrfach Zielscheibe von Attentatsplänen seitens der USA geworden war und sich angeblich dafür rächen wollte.

    Akten weiter unter Verschluss
    Die Spekulationen über Täter, Hintermänner und Motive erreichten einen Höhepunkt im Jahr 1991, als US-Regisseur Oliver Stone den Kennedy-Mord in dem Spielfilm „JFK – Tatort Dallas“ als konspiratives Werk von CIA und Pentagon darstellte. Der öffentliche Aufschrei um den Film veranlasste den US-Kongress, die Öffnung aller Unterlagen zur Ermordung John F. Kennedys zu prüfen.

    Eine Untersuchungskommission machte bis Ende der 90er Jahre knapp fünf Millionen neue Dokumente publik. Doch entscheidende Akten, die zur Aufklärung des Mordes beitragen könnten, blieben unter Verschluss. Allein der Geheimdienst CIA verweigert die Freigabe von über Tausend Dokumenten zum Fall JFK. Sie sollen der Öffentlichkeit erst 2017 zugänglich gemacht werden.

    CIA vertuscht Pannen
    Jetzt ist es einem Team von amerikanischen Experten und Historikern gelungen, Licht ins Dunkel um die Ermittlungen im Mordfall Kennedy zu bringen. Über 40 Jahre später haben sie in bislang unveröffentlichten Akten zahlreiche Versäumnisse, Vertuschungsaktionen und Manipulationen bei den Ermittlungen enthüllt.

    Jefferson Morley, Redakteur der „Washington Post“ entdeckte in CIA-Unterlagen Beweise, dass der mächtige Geheimdienst Lee Harvey Oswald zuvor mehrfach observiert hatte: „Der Kennedy-Mord war eine Anhäufung von Geheimdienstpannen und dem Unvermögen der CIA, einen Mann zu identifizieren, der eine Bedrohung für den Präsidenten darstellte.“ Oswald konnte ungehindert mit einem Gewehr ins Schulbuchgebäude von Dallas gelangen und vom 6. Stockwerk auf den Präsidenten schießen. Aber war er wirklich der alleinige Schütze?

    „Mindestens zwei Schützen“
    Bei der Autopsie des toten Präsidenten in einem Marine-Hospital bei Washington sei an Protokollen, Röntgenbildern und sogar an der Leiche des Präsidenten selbst manipuliert worden, um Hinweise auf einen zweiten Schützen am Tatort zu verschleiern. Dies sagt Douglas Horne, Mitglied der Untersuchungskommission von 1992 bis 1998, der vor der Kamera noch einmal die entscheidenden Momente der Autopsie analysiert, auf Fälschungen hinweist und zu dem Schluss kommt, dass die Wunden am Körper durch mindestens zwei Schützen entstanden sein müssen.

    Zum selben Ergebnis kommt eine Einzelbild-Analyse des Amateurfilms von Abraham Zapruder aus Dallas, der als einziger den tödlichen Schuss auf John F. Kennedy gefilmt hat. Dieses entscheidende Filmdokument wurde für das ZDF erstmals in einer hochauflösenden Version vollständig restauriert. Laut Prof. David Wrone, Historiker von der Universität Wisconsin, zeigt der Zapruder-Film eindeutig, „dass Kennedy von mindestens zwei Schützen ins Kreuzfeuer genommen wurde.“

    Mafia plante Mord an JFK
    Wer aber waren die Hintermänner und welche Absichten hatten sie? Die amerikanische Mafia hatte gleich mehrere Motive, Kennedy aus dem Weg zu räumen. Nach Ansicht der Paten hatte es John F. Kennedy nur ihrer Unterstützung zu verdanken, dass er die Präsidentschaftswahl gewonnen hatte. Trotzdem wurde unter Kennedys Präsidentschaft das organisierte Verbrechen verfolgt wie nie zuvor. Die Zahl der Verurteilungen gegen Mafiosi verdreifachten sich; ein Mafia-Boss wurde gar nach Guatemala deportiert.

    John F. Kennedys Bruder Robert war als Justizminister die treibende Kraft bei dieser Verhaftungswelle – und brachte die Mafia gegen den US-Präsidenten auf. Der amerikanische Kennedy-Experte Lamar Waldron, der seit 20 Jahren an der Aufklärung des Falles arbeitet, präsentiert bislang unbekannte Dokumente, die darauf hindeuten: Nicht der kubanische Geheimdienst oder andere Verdächtige hätten Kennedy umgebracht, sondern die amerikanische Mafia. „Drei Mafia-Bosse haben zusammengearbeitet, den Präsidenten zu töten“, sagt Waldron. „Das wissen wir aus Abhörprotokollen des FBI, in denen offen von einem Attentat auf den Präsidenten gesprochen wird.“

    Neue Antworten auf alte Fragen
    Der Film gibt neue Antworten auf Fragen nach den möglichen Tätern, Hintermännern und den Motiven für den Mord an John F. Kennedy. Die Erkenntnisse der Experten werden durch Aussagen aus dem persönlichen Umfeld gestützt, etwa von Gore Vidal, Bestsellerautor und Stiefvater von Jackie Kennedy.

    Aufwändige Computerarnimationen rekonstruieren auf der Basis aller heute verfügbaren Fakten den möglichen Tathergang. Die Experten und Historiker, die im Film zu Wort kommen, ziehen ihr Resümee: Kennedy starb in einem Kreuzfeuer, wurde Opfer einer Verschwörung, in der die Mafia die Schlüsselrolle spielte.

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    8. Mythos Ufo – Das Geheimnis der „Area 51″
    http://web.archive.org/web/20130730025539im_/http://www.3sat.de/imperia/md/images/rubriken/planung/2011/07_juli/1707_ufo1_n_481x270.jpg
    -- US-Soldaten bei der Bergung von UFO-Trümmern --

    Sie ist einer der rätselhaftesten Orte der Erde: die „Area 51″ in der Wüste von Nevada, gut 100 Kilometer von Las Vegas entfernt. Ein Gelände im Besitz der US Luftwaffe, streng bewacht und abgeschirmt gegen die Öffentlichkeit.
    Hartnäckig hält sich das Gerücht, dort würden Außerirdische landen. Offiziell existiert die „Area 51″ gar nicht. Amerikanische Militärs verweigern auch nach Ende des Kalten Krieges jede Auskunft.

    Denn in Wirklichkeit ist der Ufo-Mythos womöglich nur der Deckmantel für streng vertrauliche Geheimdienstoperationen: In der „Area 51″ wurde mit Spionageflugzeugen experimentiert, wurden sowjetische Kampfjets auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft.

    Der Film aus der Reihe „ZDF-History“ geht dem Geheimnis der „Area 51″ nach.

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    9. Der Geheimcode von Stonehenge – Neue Erkenntnisse über die berühmte Megalithanlage
    http://web.archive.org/web/20170215212148/http://presse.phoenix.de/dokumentationen/2013/02/20130221_Geheimcode_Stonehenge/564_Der_Geheimcode_von_Stonehenge.jpg
    -- Stonehenge stellt die herausragende Leistung der Steinzeitkultur da --

    Stonehenge gilt als einer der geheimnisvollsten Orte Europas. Lange hat man gerätselt, warum Menschen sich vor Jahrtausenden die Mühe machten, tonnenschwere Steinblöcke aufzurichten. Bisher haben die Wissenschaftler keine umfassende Erklärung gefunden. Doch die Funde des britischen Archäologen Mike Parker Pearson lassen eine neue Deutung zu.
    Um die Stelen in der Grafschaft Wiltshire ranken sich unzählige Theorien, Mythen und Legenden. Sie reichen von einem gewaltigen Himmels-Observatorium über einen Tempel für den römischen Sonnengott bis hin zu dem Zauberer Merlin als Baumeister.
    Heute weiß man, es waren Menschen der Jungsteinzeit, die die berühmteste Megalithanlage Europas errichteten.

    Eine Art Sonnenkult
    Vor über 5.000 Jahren, in einer Zeit, in der weder Schrift noch Rad erfunden waren, gelang ihnen die exakte Ausrichtung auf einen bestimmten Sonnenstand. Es muss hier eine Art Sonnenkult gegeben haben. Darüber sind sich die Wissenschaftler einig. Aber viel mehr wussten die Forscher über den Steinkreis nicht.

    Der Archäologe Mike Parker Pearson von der Universität Sheffield leitet die größte archäologische Untersuchung, die je in Stonehenge durchgeführt wurde. Seit sieben Jahren führen er und seine Mitarbeiter Grabungen im umliegenden Gelände durch. Jetzt glaubt er, den Schlüssel zum Geheimcode von Stonehenge gefunden zu haben.

    Teil eines größeren Ganzen
    Parker Pearson ist davon überzeugt, dass der berühmte Steinkreis nur Teil eines weit größeren Ganzen ist. Der Impuls zu dieser Vision kam ihm durch einen Fund, der bisher nicht enträtselt wurde: prähistorische Pfahlgruben. Parker Pearson gelang es, diese Löcher in der Nähe von Stonehenge als Spuren einer weiteren Kreiskonstruktion zu identifizieren. Diesmal allerdings nicht aus Stein, sondern aus Holz.

    Der britische Archäologe ist davon überzeugt, dass das gesamte Areal rund um Stonehenge, inklusive des Flusses Avon, ein gewaltiger, zusammenhängender Kultbezirk ist, in dem sich die Menschen aus England zweimal im Jahr trafen, um gemeinsam die Sommer- und Wintersonnenwende zu feiern und zugleich der Verstorbenen zu gedenken. Diese Treffen, davon war er überzeugt, mussten Spuren hinterlassen haben.

    Nordeuropas größte Steinzeit-Siedlung
    Wo also lebten diese Menschen? Diese Frage ließ Parker Pearson keine Ruhe. Wenn seine Idee von einem Bereich der Toten und einem Bereich der Lebenden Stand halten sollte, dann musste das Dorf nördlich von Stonehenge zu finden sein.

    Tatsächlich wurde er an einer Stelle fündig, in deren Umfeld vor ihm schon viele Archäologen gesucht hatten und er entdeckt eine Sensation: Was sein Team zunächst für ein kleines Handwerkerdorf hielt, entpuppte sich als Nordeuropas größte Steinzeit-Siedlung. All diese Funde lassen vermuten, dass Stonehenge tatsächlich eine ganz andere Bedeutung haben könnte.

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    10. Geheime Welten – Expedition in den Untergrund
    http://web.archive.org/web/20170215214854/http://vimudeap.info/files/images/b/komplexlager-12-malachit-halberstadt-6884.jpg
    -- „Komplexlager 12“ der NVA Thekenberge --

    Seit Jahrtausenden gräbt sich der Mensch tief unter die Erde, wenn er Wichtiges verbergen will – auch in Deutschland. Experten vermuten, dass hierzulande noch Hunderte unterirdische Geheimnisse darauf warten, gelüftet zu werden.
    Mysteriöse Kellersysteme, verborgene Tunnel, verschlossene Bunker und rätselhafte Höhlen verleihen Deutschlands Unterwelt eine geradezu magische Anziehungskraft für Schatzsucher, Hobbyforscher und Historiker.

    Der Film aus der Reihe „ZDF-History“ verfolgt vier Spuren, die unter Tage führen: in einem mittelalterlichen Kellerlabyrinth, das ein grausiges Geheimnis zu bergen scheint, im atombombensicheren Geheimbunker von Erich Honecker, in einem Berliner Fluchttunnel, in dem sich dramatische Szenen abspielten, und in Deutschlands größter Bunkeranlage bei Halberstadt, wo ein milliardenschwerer Schatz Diebe in die Falle lockte.

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    11. 1983 – Welt am Abgrund
    http://web.archive.org/web/20170215230346/http://www.dw.com/image/17017274_401.jpg
    -- Luftwaffenstützpunkts Malstrom, Bundesstaat Montana --

    Unbemerkt von Öffentlichkeit und Medien steht die Welt im Herbst 1983 am Rande eines Atomkrieges.
    Der sowjetische Geheimdienst KGB sagt einen Überraschungsangriff der NATO voraus. Ein Spionagesatellit meldet den Start von US-Interkontinentalraketen in Montana.
    Vor den Toren Berlins rollen sowjetische Kampfjets mit scharfen Atombomben auf die Startbahn. Nie zuvor standen die Truppen des Warschauers Pakts so kurz vor einem Nuklearschlag.

    Der Film aus der Reihe „ZDF-History“ rekonstruiert einen der heißesten Momente des Kalten Krieges und zeigt, wie die Zukunft der Menschheit von der Entscheidung eines einzelnen Mannes abhing.

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    12. Klaus Kuron – Spion in eigener Sache
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    -- Klaus Kuron wurde 1981 zu einem Treffen mit Geheimdienst-Chef Markus Wolf von Prag aus mit einer besonderen Interflug-Maschine gebracht --

    Klaus Kuron galt in den 70er und 80er Jahren als einer der fähigsten Agenten des Bonner Bundesamtes für Verfassungsschutz. Zugleich jedoch war er seit 1982 bis zur Wende als Doppelagent für das Ost-Berliner Ministerium für Staatssicherheit die entscheidende Informationsquelle über die Aktivitäten des Verfassungsschutzes. In dem Dokumentarfilm von Thomas Knauf erzählt Kuron seine Geschichte.
    Der 1937 in Recklinghausen geborene Klaus Kuron kam Ende der 60er Jahre vom Bundesgrenzschutz zum Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), wo er bald zum gefragten Mann für Spionageabwehr aufstieg. Er war nicht nur ein Spezialist dafür, DDR-Agenten zu enttarnen und zu Doppelagenten „umzudrehen“, sondern entschlüsselte auch einen ostdeutschen Geheimdienst-Code. Der unauffällige, aber sehr effizient arbeitende Meisterspion, der ab 1972 mit seinem damaligen Abteilungsleiter Hans Joachim Tiedke ein Team bildete, stieß schon bald an die Grenzen seiner Möglichkeiten im Verfassungsschutz.
    Wegen seiner niedrigen schulischen Abschlüsse waren seinen Aufstiegschancen erschöpft, als er 1979 zum Regierungsamtsrat befördert wurde. Er hatte finanzielle Sorgen, weil er seinen vier Söhnen eine gute Ausbildung verschaffen wollte, und konnte mit dem Lebensstil anderer BfV-Mitarbeiter nicht mithalten. Außerdem sah Kuron, dass weniger gute Mitarbeiter des Amts Karrieren machten, die ihm verschlossen waren. 1981 fasste er den folgenschweren und riskanten Entschluss, sich dem ostdeutschen gegnerischen Geheimdienst, dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS), als Doppelagent anzubieten.

    Klaus Kuron schätzte die DDR-Spionage wegen ihrer Professionalität und sah die Chance eines Zusatzverdienstes. In abenteuerlichen Manövern wurden mehrere Kontaktaufnahmen im Ausland organisiert, bis es schließlich zu einem persönlichen Treffen zwischen Kuron und Markus Wolf, dem legendären Chef der DDR-Auslandsspionage, kam.
    In den folgenden Jahren, auch nach Tiedkes Flucht in die DDR, lieferte Kuron dem DDR-Geheimdienst alle Interna des Bundesamtes, zu denen er Zugang hatte, ohne dass er in seiner Behörde Verdacht erregt hätte. Auch seine plötzlich großzügigere Lebensweise, die ihm das doppelte Gehalt aus der DDR ermöglichte, erweckte kein Misstrauen. Als echter Profi stellte er über Jahre beide Dienststellen zufrieden, ohne enttarnt zu werden. Erst als nach der Maueröffnung Überläufer aus dem Osten Namen von BRD-Doppelagenten verrieten, sah er sich in höchster Gefahr und stellte sich schließlich seiner Behörde. Im Prozess gegen ihn, der 1992 begann, wurde ihm schwerer Landesverrat vorgeworfen. Das Urteil: zwölf Jahre Haft. Nach Verbüßung von zwei Drittel der Strafe wurde Klaus Kuron 1998 entlassen.

    Wendepunkte im Leben des Doppelspions
    Der Film vollzieht die Wendepunkte im Leben des Doppelspions Klaus Kuron nach und erzählt mit Aufnahmen der Originalschauplätze, Archivmaterial und dank der detailreichen Erinnerungen Kurons, Markus Wolfs und dessen Nachfolgers Werner Großmann eine spannende Geschichte vom Ende des Kalten Kriegs, der Blütezeit der Spionage. Dabei wird sowohl Kurons gewagtes Spiel gezeigt, aber aus der zeitlichen Distanz auch ein kritisches Licht auf die Realität der Geheimdienstler geworfen. Sie erweisen sich als Erfüllungsgehilfen ohne Leidenschaft und moralische Skrupel. Es wird deutlich, dass die Geheimdienstler in Köln und Ost-Berlin mit großem sportlichem Ehrgeiz und Respekt füreinander an zwei Enden eines professionellen Stranges zogen und sich immer ein Stück näher waren als ihre Regierungen mit der Politik der schrittweisen Annäherung.

    http://web.archive.org/web/20170215234727/http://www.tvfacts.de/produkte/wp-content/themes/tvfacts/images/no-video.gif

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    13. Mielkes Menschenjäger: Kidnapper im Auftrag der Stasi
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    -- Entführung Dr. Linse (nachgestellte Szene) --

    Am 8. Juli 1952 wird der Jurist und DDR-Kritiker Walter Linse in West-Berlin am helllichten Tag in ein Auto gezerrt, angeschossen und nach einer wilden Verfolgungsjagd in den Ostsektor der geteilten Stadt entführt. Die Täter sind Berufsverbrecher – im Dienste der DDR-Staatssicherheit.
    Mehr als 400 Menschen lässt die Stasi in die DDR entführen: Regime-Kritiker, Journalisten, geflüchtete Angehörige der „bewaffneten Organe“ – und geflohene ehemalige Funktionäre wie Robert Bialek. Er wird 1965 betäubt und nach Ost-Berlin verfrachtet. Neu aufgetauchte Dokumente legen den Schluss nahe, dass Robert Bialek noch in der Nacht seiner Entführung starb.

    Bis zum Ende der DDR im Herbst 1989 operieren Kidnapper der Stasi im westlichen Ausland. Das Ausmaß der Aktionen kommt erst nach dem Fall der Mauer ans Tageslicht.

    Mit bewegenden Zeitzeugenaussagen und auf Grundlage von internen Dokumenten rekonstruiert der Film aus der Reihe „ZDF-History“ eines der dunkelsten Kapitel der Stasi-Geschichte.

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    Quellen:
    ⇲ Website 3sat – Geheimgesellschaften
    ⇲ Website 3sat – Programmübersicht

    Todesfälle bei Sekten & Psychogruppen

    https://abload.de/img/todesflle_sekten47sog.jpg

    Wenn Psychokulte den Tod bringen

    Viele kennen die vielen, oftmals auch mysteriösen Todesfälle aus Kreisen der Sekten. Den meisten wohl bekannt aus dem Bereich Scientology, worüber die Medien immer wieder berichten. Aber es gibt noch weitaus mehr als Scientology.
    Wilfried Handl hatte sich dem Thema (speziell Todesfälle bei Scientology) angenommen und einen, ⇲ mittlerweilen archivierten Blog erstellt.

    Hier werden nach und nach weitere Todesfälle aufgelistet. Ob Suizid oder mysteriöse Todesfälle.
    Einseits soll es mahnen aber am wichtigsten: diese Menschen sollen nicht in Vergessenheit geraten.

    Sie haben den höchsten Preis für diese Psychokulte „bezahlt“. Mit ihrem Leben!

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    Sonnentempler
    ⇲ Ordre du Temple Solaire (O.T.S.) war eine radikal weltablehnende, international aktive Geheimgesellschaft
    Kollektive, rituelle Mord- und Suizid-Handlungen aus 1991, 1994, 1995 und 1997 mit 127 Toten – ⇲ Pressebericht
    -- Geheimbund --

    Peoples Temple ( Volkstempel)
    ⇲ Jonestown-Massaker 1978 Kollektive, rituelle Mord- und Suizid-Handlungen mit 923 Toten , darunter über 270 Kinder – ⇲ Pressebericht
    Der Sektengründer Jim Jones sah sich als Vertreter eines „apostolischen Sozialismus“, den er dem seiner Meinung nach zunehmend faschistischen System der USA gegenüberstellte. Seine nach nordkoreanischem Vorbild aufgebaute und organisierte Siedlung Jonestown betrachtete sich als antirassistische und antikapitalistische „brüderliche Gemeinschaft“.
    -- neureligiöse Gruppe -

    nicht geklärt, sehr wahrscheinlich zugehörig:

    Wort + Geist
    Azida Shahabuddin (Geb. 1985-2009) – ⇲ Pressebericht
    -- neureligiöse Gruppe --