Ursprünglich bedeutet das Wort (lateinisch secta) „Partei“ oder „Schule“. Es leitet sich von dem lateinischen Verb „sequi“ (folgen) ab, wahrscheinlich nicht von „secare“ (abschneiden).
In Theologie und Religionswissenschaft wird es eher neutral benutzt: Eine Sekte steht als Minderheit mit abweichender Lehre und/oder Praxis einer Religion gegenüber, von der sie sich getrennt hat. Trotzdem ist „Sekte“ eine Fremdbezeichnung, die von außen benutzt wird. Keine Gruppe bezeichnet sich selbst als Sekte.

⇲ InfoSekta schreibt folgendes darüber:
Unter bestimmten Bedingungen können sich Gruppen – vom kleinen Lesezirkel bis zum Welt umspannenden Unternehmen – zu sektenartigen Systemen entwickeln, die sich gegen aussen abgrenzen.
Sektenartige Gruppen überschätzen meist ihre eigene Bedeutung für Welt und Menschheit und neigen deshalb zum Missionieren. In seltenen Fällen sind Gruppen von Anfang an als Sekten geplant. Häufiger ist die Sektenstruktur das Ergebnis einer spontanen oder schleichenden Entwicklung.
Dabei lässt sich eine Gruppe nicht einfach den Kategorien «Sekte» oder «Nicht-Sekte» zuteilen. Sektenartige Gruppen weisen Sektenmerkmale in unterschiedlicher Anzahl und Ausprägungen auf. Die Einschätzung einer Gruppe muss sich deshalb auf kritische Analysen, die Erfahrungen von Betroffenen und das Selbstverständnis der Gruppe stützen, und immer wieder auf ihre Aktualität hin überprüft werden.

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